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Satan hatte ihm den Köder in der lockendsten Gestalt vor Augengelegt, denn er durste ja nur mit seiner Division in der Reservezurückblcibcn, um ein Zusammentreffen der beiden Flotten moralischunmöglich zu machen. Seinen Freund einer überlegenen Machtxrcisgeben — das wollte und könnte er nimmermehr; aber dennochist es unsere peinliche Pflicht, zu gestehen, daß sein Geist zuweilenan die Möglichkeit dachte, wie es nun in seinen Händen liege, demAbenteurer in Schottland auf diese Art einen wichtigen Dienst zuerweisen, ohne dadurch dem Viccadmiral und der Vorhut derFlotte einen wesentlichen Schaden zuzufügcn.
Doch möge man uns nicht mißverstehen. Der ContrcadmiralLachte nicht entfernt an Verrath oder an einen ernstlichen Abfallirgend einer Art; aber vermöge einer jener Schwächen, die bei denMenschen so leicht Eingang finden, und uns Alle bedrohen, hatteBluewater gewisse Resultate vor Augen, welche ihm der Urheberalles Bösen im jetzigen 'Augenblicke als groß und ruhmwürdig vordie Seele führte.
„Ich wünschte, wir wüßten de Vervillins Plane genau,"meinte er, und dieß war das einzige in Worten ausgedrückte Zu-geständniß, welches er diesem neuen Gefühle darbrachtc. „Es könntein der That ein wichtiges Licht auf den Kurs werfen, den wir selbsteinzuschlagen hätten. Ich verabscheue diese deutsche Allianz, undwürde lieber den Dienst verlassen, als daß ich auch nur einen dieserfremden Lumpenkerls nach England transportircn oder eskortirenmöchte!"
Hier bewies Sir Reginald erst recht, wie sehr er in allenKunstgriffen der Jntrigue erfahren war. Er hatte nunmehr denGedanken und Gefühlen seines Gefährten eine Richtung gegeben,welche ihn, wie er wohl merkte, dem Ziel seiner Wünsche entgegen-führen konnte, während er zu gleicher Zeit nicht übersah, daß neuesZureden bei seinem Freunde nur Widerstand Hervorrufen und dessenfrühere Ansichten aufs Neue erwecken könnte. Wohlweislich be-