Druckschrift 
13 (1853) Die beiden Admirale : ein See-Roman
Entstehung
Seite
371
Einzelbild herunterladen
 

371

Der Knabe berührte die Mütze, und eilte in inunteren Sprüngenden Hügel hinab, um sich des erhaltenen Auftrags zu entledigen.

Achtzehntes Kapitel.

So schmeichelte der Bose nicht umsonst!

Denn Eva's Herz sog ein die gift'ge Rede,iso wunderbar die Stimm' ihr klingen mochte.

Milton.

war wohl eine Art von Vorgefühl, was Bluewater ver-anlagte, den Kadeten sortzuschicken, sobald er den Anhänger desentthronten Königsstammcs ans sich zukommcn sah. Was bis jetztzwischen beiden Theilen vorgefallen war, hatte vollkommen genügt,um Jeden über den geheimen Wunsch des Andern aufzuklären, undvermöge jenes geheimen Bandes, welches bei Parteiungen gewöhn-lich im Geleite mächtiger Sympathien ist, war der Admiral festüberzeugt, daß die bevorstehende Unterredung sich aus die politischenUnruhen des Tages beziehen müsse.

Die stürmischen Vorzeichen in der Atmosphäre die Stunde ja selbst der Ort waren für eine Zusammenkunft zwischen Ver-schwörern ausnehmend günstig und verleihen ihr einen eigenenpoetischen Reiz. Es war fast völlig dunkel; die Landspitze wareinsam und leer, dcnn Dutton hatte sich anfänglich zu seiner Flasche,und dann ins Bett zurückgezogen; der Wind blicß scharf über denschwarzen Felsvorsprung, und ließ sich zuweilen sogar, unwilligmurrend, in den Klippenhöhlen vernehmen, während die unheil-schwangeren Wolken, vom Sturme gejagt, das Mondlicht bald ver-finsterten , bald es theilweise und in ungewissem Schimmer wiederblicken ließen, und der ganzen Scene einen wild aufregenden Cha-rakter mittheilten. Kein Wunder also, wenn Bluewater bei derAnnäherung seines Besuchs stärker als je zuvor das Verlangen

24 "