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Mißverständuiß," stotterte er endlich. „Mein Onkel Gre-gory verunglückte zur Sec, und stark als Junggeselle. Er kannkeine gesetzliche Nachkommenschaft hinterlassen haben/
„Ich muß bekennen, junger Mann," sprach auch Sir Regi-nald mit tiefem Ernst, daß die Geschichte seines Lebens von jeherso erzählt wurde. Ich hatte ein zu naheliegendes Interesse für dieFamilie, um ihre Geschichte zu vernachlässigen."
„Ich weiß recht gut, Sir, daß dicß wohl länger als fünfzigJahre hindurch als allgemeine Meinung hier verbreitet war; allein sicgründete sich nur auf einen Jrrthnm. Die Sache ist einfach diese:
„Mein Großvater, ein heißblütiger, ungestümer, junger Mann,verging sich bei einer Landung aus einer der westindischen-Inselngegen einen älteren Lieutenant so weit, daß er sogar im Dienstenach ihm schlug. Auf ein solches Vergehen ist bekanntermaßen To-desstrafe gesetzt; aber weder der beleidigte Theil noch der Komman-dant des Schiffs wollten die Sache auf's Ncnßerste treiben: Letz-terer gab vielmehr dem Beleidiger den Rath, im Augenblicke desAnkerlichtens das Schiff heimlich zu verlassen. Der Beleidigte wurdezu seinem Entschlüsse durch den Umstand vermocht, daß mein Groß-vater in einem früheren Duelle, nachdem der Gegner sein Feuer-abgegeben , in frcimüthiger Anerkennung seines Fehlers, dasselbe zuerwiedern sich geweigert hatte. Das Schiff segelte ohne Mr. Gre-gory Wychecombe ab und ging mit Mann und Maus zu Grunde.
„Mein Großvater kam nach Virginicn und verweilte daselbstein ganzes Jahr, ohne seiner Geschichte mit einer Sylbe zu er-wähnen, um nicht zuletzt noch zu einer militärischen Strafe gezo-gen zu werden. Die Liebe besiegelte endlich sein ferneres Schicksal.Er heirathete eine Frau von Vermögen; seine Geschichte wurde zwarim engeren Familienkreise wohl bekannt, ist aber niemals überdenselben hinausgedrungen. Niemand hatte eine Ahnung davon,daß er noch zu der Nachfolge in dem Majorat der Familie gelan-gen könnte, und so war also auch kein Grund vorhanden, zur