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„Ich weiß durchaus Nichts davon, daß ich auch nur den ge-ringsten Anspruch auf die Ehre hätte, Sir Reginald Wvchccombe'sVerwandter zu sein, sprach er mit kalter Zurückhaltung. „In derThat erfuhr ich gestern Abend zum ersten Mal, daß in Hcrtford-shire eine Seitenlinie der Familie existire, und Sir Gervaise wirdsich erinnern, daß ich ein gcborncr Virginier bin."
„Ein Virginier!" riessein Namensvetter, von solchem Erstau-nen überrascht, daß sogar seine Selbstbeherrschung ihn einigermaßenzu verlassen drohte. „Davon wußte ich allerdings nichts, daß Abkömm-linge unseres Stammes ihren Weg in die Kolonien gefunden hätten."
„Und wenn sie cs auch gethan hätten, Sir, so würden siedort jedenfalls eine Klasse von Menschen getroffen haben, die injeder Beziehung zu ihren Gefährten taugten, Sir Reginald. WirEngländer hängen noch zu sehr an dem Systeme der Klanverwandt-schaften — ich hasse zwar daö Wort, denn cS erinnert zu sehr andas Schottische — aber nichtsdestoweniger ist cs wahr, wir hängennoch sehr an der Einrichtung der Klane, wenn wir auch großentheilsnicht mehr mit nackten Beinen herumgehen, und sehen oft hochmn-thig sogar auf den eigenen Sohn herab, wenn ihn die Liebe zuAbenteuern nach jenem fernen Welttheile führte. Meiner 'Ansichtnach bleibt der Engländer immer Engländer, ans welchem Theiledes Reichs er auch kommen mag. Das allein ist es, Sir Regi-nald, was ich edle Freisinnigkeit nenne."
„Vollkommen wahr, Sir Gervaise; so bleibt auch der Schott-ländcr ein Schotte,und wenn er gleich vomNorden desTwccd herkäme."
Dies; sprach der Baronet mit voller Ruhe, doch fühlte derViceadmiral recht gut den wohlverdienten Vorwurf, der darin lag;er war aber vernünftig und gutmüthig genug, um seine eigenenVornrthcile znzngcbcn und herzlich darüber zu lachen. Währenddieses kleinen Wortgefechtes gelangten die Drei an Sir Wycherly'sThüre, wo sie stehen blieben, bis sie Gewißheit erlangt hatten,daß der Eintritt wirklich erlaubt sei.