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13 (1853) Die beiden Admirale : ein See-Roman
Entstehung
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Kadctcn einander gegenüber -- ein Umstand, der sehr bald dieAufmerksamkeit des Admirals ans eine wohl etwas sonderbare, jasogar auffallende Weise auf sich zog.

Die Jugend birgt einen Reiz in sich, wie keine andere Periodedes Lebens ihn besitzt, und wie selbst die Kindheit in ihrer hilflosenSchöne kaum mit gleicher Gewalt Einbildungskraft und Gefühleines jeden Menschen in Anspruch nimmt. Die beiden jungen Leut-chen besaßen diesen Vorthcil in hohem Grade, und wäre auch keineandere Eigenthümlichkeit hinzugckommen, so würde schon dieser An-blick allein für einen Manu von Blucwaters wohlwollendem undrichtig fühlendem Gemüth ein höchst erfreulicher gewesen sein.

Der Knabe war sechzehn vorüber ein Alter, wo in Eng-land wenigstens der Jüngling noch nicht das Acußere des Mannesan sich trägt; er zeigte in seiner ganzen Erscheinung noch denedlen, munteren Knaben, dessen aufgewecktes Wesen durch einenAnflug von Schelmerei, Schalkhaftigkeit und Witz, wie ihn einbegabter Jüngling ans einem Kriegsschiffe fast immer anzunehmenpflegt, noch piquante r gemacht wurde. Nichtsdestoweniger ver-kündeten seine Züge ein zartes Gefühl, verbunden mit einer ge-wissen, treuherzigen Offenheit, die an einer Person seines Geschlechtsbesonders aufficl, und selbst MildrcdsLieblichkcit gegenüber, bei all'ihrer Schönheit in Zügen, Haaren und Gesichtsfarbe, eine ganz be-sondere Anziehungskraft ansübtc. Es war ganz derselbe Ausdruck,der Blnewatcrn an dem Mädchen so sehr betroffen und entzückthatte der ihm seit dem gestrigen Tage nicht mehr aus demSinne kam, da er ihm, neben dem, daß er so außergewöhnlich war,auch noch ganz besonders bekannt erschien, ohne daß er im Standegewesen wäre, irgend ein Urbild dazu anfzufinden.

Als aber das Mädchen nunmehr Lord Gcoffrcy gerade gegenübersaß, da fand der Contreadmiral mit einem Male zu seinem großenErstaunen zwischen ihr und dem hübschen Knaben eine auffallendeAehnlichkeit gerade in demselben Ausdruck der Gesichtsbildung, welcher