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13 (1853) Die beiden Admirale : ein See-Roman
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Dieß war der zweite Beweis einer ungemeinen Feinheit, wo-mit Tom eben durch sein Bemühen Verdacht zu bekämpfen - - - nurneuen Argwohn erregte. Sir Gcrvaise fand cs höchst unwahr-scheinlich, daß ein Mensch, wie dieser Neffe, das Testament seinesOnkels lange Zeit in Händen haben und kein Verlangen fühlen sollte,dessen Inhalt zu erfahren. Schon durch seine Acußerung hatte derjunge Mann wenigstens indirekt zugegeben, daß er, falls er Lustdazu gefühlt, das Testament dennoch untersucht haben würde, undder Admiral war sehr geneigt, zu vcrmuthen, daß Tom das, waser so leicht hätte thuu können, auch wirklich gethan habe.

Das Gespräch der Beiden wurde übrigens durch Duttou unter-brochen, der in diesem Augenblicke mit Admiral Blucwaters Auf-trag in's Zimmer trat, worauf Tom seinem alten Bekannten alsbaldentgegengiug.

Sir Gcrvaise Oakcs war über die Lage seines Wirthes zu tiefbekümmert, und außerdem noch zu sehr mit seinen eigenen Sorgenbeschäftigt, um über das, was zwischen ihm und Tom Wyche-combe vorgefallen war, lange oder tief Nachdenken zu können.Hätten sich Beide heute Nacht getrennt, so wäre das vorangegan-geue Gespräch, sowie der ungünstige Eindruck, den cs hinterließ,wohl bald vergessen worden; so aber vereinigten sich alle nachfolgen-den Umstände, um ihm später das Ganze wieder in's Gcdächt-niß zurückzurufen. Die Folgen sollen im Verlauf unsererGeschichte berichtet werden.

Duttou schien doch etwas erschüttert, als er Sir Wycher-ly's bleiche Züge gewahr wurde, und fühlte sich sehr erleichtert,als ihn Tom bei Seite führte und ein vertrauliches Gespräch überdie Zukunft und über das wahrscheinlich sehr nahe Ende seinesOheims mit ihm begann. Wer in diesem Augenblicke die Machtbesessen hätte, in den Herzen der Menschen zu lesen, der müßtewohl einen tiefen Abscheu vor der menschlichen Gebrechlichkeit ge-fühlt haben, wenn ihm jetzt die Habgierde und Schlauheit dieser