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13 (1853) Die beiden Admirale : ein See-Roman
Entstehung
Seite
176
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beschuldige Mildrcd nicht der Pflichtvergcsscnheit! Du weißtnicht, was du sprichst du weißt nicht, wie pflichtgctr nein,wahrlich, du kannst ihr Herz nicht kennen, sonst würdest du nichtdiese grausamen Beschuldigungen hören lassen!"

Schweigt still, Mrs. Martha Dutton mich Euch habe ichjetzt nichts zu schaffen,, wohl aber mit diesem jungen Mädchen hier,mit der ich, wie ich hoffe, als meinem eigenen leiblichen Kinde,wohl etwas deutlich reden darf. So schweigt denn still, Mrs.Martha Dutton. Wenn mein Gcdächtniß mich nicht trügt, sostandet Ihr einst mit mir vor Gottes Altäre und gelobtet mir Liebe,Achtung und Gehorsam, ja, ja, das war das rechte WortGehorsam; versteht Ihr mich, Mrs. Martha Dutton?"

Und was hast denn du damals versprochen, Frank?" riefsein gemartertes Weib, das in ihrem Scelenlciden diese mittelbareAnklage nicht unterdrücken konnte.

Nichts, was ich nicht ehrlich und männlich gehalten habe.Ich versprach, für dich zu sorgen, dir Nahrung und Kleidung zugeben, dich meinen Namen führen zu lassen und vor der Welt inder achtbaren Stellung, wie sic des ehrlichen Frank Duttons Weibezukommt, zu erhalten."

Achtbar!" murmelte seine Gattin so laut, daß Mildred sowohlals der Admiral es deutlich vernehmen konnten, doch immer nochmit so gedämpfter Stimme, daß ihre Aeußerung dem durch langeAusschweifung abgestumpften Gehörsinn ihres Gatten völlig entging.Kaum war übrigens dieses vielsagende Wort ihrem innersten Herzenentschlüpft, als sie mit gewaltsamer Anstrengung jede weitere Aeuße-rung zurückhielt und stumm und refignirt in einen Stuhl sinkend,ihr Antlitz in beide Hände begrub.

Mildred, komm daher," begann abermals der immer brutalerwerdende Vater.Du wenigstens bist meine Tochter, und wasAndere auch immer einst am Altäre gelobt und wieder vergessenhaben das Gesetz der Natur lehrt dich, mir zu gehorchen.