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„Nun, das ist eben nicht die gewöhnliche Meinung über dieErziehung an Höfen," gab sein Freund ruhig zur Antwort; „diemeisten Leute glauben, daß ein solcher Ort wenigstens die Sitten,wenn auch nicht gerade das Herz, veredle."
„Pah, pah, — wir Beide haben doch wohl kein Wörterbuchnöthig, um uns einander verständlich zu machen. Einem Mann,der nie einem edlen Motive seinen Glauben schenkt — der fort-währende Bestechungen und Schmeicheleien für nöthig hält — derkeinen Begriff davon hat, daß man irgend Etwas auch ohne seinMid i>ro «i»o zu leisten bereit sein kann — einen solchen Mannnenne ich einen elenden Schurken, wenn er schon, wie hier derFall ist, die graziöse Miene und das gebietende Acußcre einesPhilipp Stanhope oder eines Chesterfield an sich trägt. Was meinstdn wohl, daß jene sauberen Herren im Admiralitätsamte noch AllesVorbringen werden, um sich in diesen gesegneten Zeitumständenmeiner Loyalität zu versichern?"
„Ohne Zweifel werden sic dich noch zum Peer erheben. Ichsehe auch gar nichts so Befremdendes in der Sache. Du stammstvon einer der ältesten Familien in ganz England, bist der sechsteerbliche Baronet deiner Familie und besitzest schöne Landgüter, diedurch die gewonnenen Priscngeldcr nicht eben im Wcrthc herunter-gekommen sind. Sir Gervaise Oakes von Bowldero würde sichtrefflich zum Lord Bowldero eignen."
„Wäre cs nur das — darum würde ich mich nicht sonderlichviel kümmern, denn nichts ist leichter, als die Pcerswürde auszu-schlagen. Ich habe es bereits zweimal gethan, und könnte es imNothfalle auch zum dritten Male versuchen. Aber eine Beförderungin seiner eigentlichen Stellung kann man nicht wohl zurückwcisen,und hier gerade sind diese Höflinge, statt wie wahre Ehrenmännerden Grundsätzen eines Offiziers zu vertrauen, bei ihrem eigenenbösen Gewissen aus das Auskuuftsmittel verfallen, dem GervaiseOakes die Admiralsstelle von der blauen Flagge als beschwichtigenden