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13 (1853) Die beiden Admirale : ein See-Roman
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diesem Signale folgte, einen überraschenden Anblick. Der Nebelhing immer noch fest an der Oberfläche des Wassers, so daß nichtein einziger Rumpf sichtbar war, und selbst die unteren Raaen derZweidecker dem Auge verborgen blieben. Darüber schien die Sonnehell und glänzend, und das Ganze war den Zuschauern so nahe ge-rückt, daß man sogar einzelne Personen unterscheiden konnte. RegesLeben herrschte in den oberen Regionen, während eine Art über-natürlichen Geheimnisses die unteren Partien verhüllte. JedesSchiff hatte einen Offizier aus dem obersten Marse, der nach denSignalen ansschancn mußte; kaum hatte daher der Dauntleß seinedrei kleinen Flaggen gezeigt, die er schon lange zuvor, in schwarzeBallen gehüllt, zu diesem Zwecke parat gehalten hatte, als manauch sogleich die beantwortenden Zeichen auf allen Schiffen voneinem Topp zum andern hinüberfliegen sah.

Kaum war dieß geschehen, als die Zuschauer ein noch weitmerkwürdigeres Schauspiel, als dasjenige war, das bis jetzt ihreBlicke gefesselt hatte vor ihren Angen sich entwickeln sahen. Ausder Flotte begannen die Taue sich in Bewegung zu setzen, und dieSegel wurden, scheinbar von unsichtbaren Händen, in langen Fcst-gewindcn an den Raaen festgcbundcn. Von jeder sichtbaren Ver-bindung mit dem Ocean oder dem Rumps der Schiffe abgeschnitten,schienen die Spieren der verschiedenen Fahrzeuge von eigcnthümlichemLeben beseelt zu sein, jede einzelne Maschine spielte ihre Rolleunabhängig von den übrigen, nur daß ein gemeinsamer Zweck siealle zu leiten schien.

Nach wenigen Minuten waren die Segel eingebunden und dieganze Flotte schaukelte sich auf ihren Ankern. Ein Kopf nach demandern tauchte in dem Nebel empor; die oberen Raaen wimmeltenvon Leuten, welche die Segel handhabten. Nach diesem wurdendie Raaen in's Kreuz gebraßt, was man aber nicht so deutlichsehen konnte und mehr aus der angcdeuteten Bewegung muthmaßenmußte. Die Matrosen kletterten wieder an den Masten herab, und