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einem Tau die Klippen hinangeklettert? Nun, meiner Ansicht nachist dich eine Hcldenthat, die mehr in dem Geschmack eines Ameri-kaners, als in dem eines Engländers liegt. Aber ich glaube selbst,daß man in den Kolonien wohl häufig gcnöthigt ist, Dinge zuverrichten, von denen wir uns hier zu Hause wohl kaum etwasträumen lassen."
Dieß wurde zwar mit anscheinender Gleichgültigkeit geäußert,war aber dennoch von dem Sprechenden seinem Oheim gegenübersein und schlau berechnet. Sir Wuchcrly's Hanptschwäche bestandin einer dünkelhaften und dabei unwissenden Bewunderung seinesVaterlandes und alles Dessen, was dazu gehörte. Auch hegte erkeine geringe Portion von Verachtung gegen die auswärtigen Pro-vinzen des Reichs — ein Gcsühl, das von der politischen Verbindungzwischen dem Volke des Stammlandes und dem seiner Kolonienunzertrennlich zu sein scheint.
Zu vollkommener Achtung gehört unbedingt in allen Lagen desLebens eine völlige Gleichheit der beiderseitigen Verhältnisse, undcs darf als allgemeine Regel geltend gemacht werden, daß dieMenschen von der Ueberlegcnhcit, welche dem Lande oder der Pro-vinz, der sie angehören, zugestanden werden mag, sich jederzeit ihrenvollen Antheil anznmaßcn geneigt sind. Nach diesem Grundsätzeist es zu erklären, warum der Bewohner einer Dachkammer zu Parisoder London sich gar zu leicht aufgefordcrt fühlt, selbst gegen denBesitzer der behaglichsten Wohnung auf einem Dorfe die höchstenAnsprüche auf Vorrang geltend zu machen. Gerade bei Englandund seinen nordamerikanischen Kolonien trat dieses Gefühl insbe-sondere wegen der frühzeitig vorwaltendcn demokratischen Tendenzender Letzteren noch weit stärker hervor, als dieß gewöhnlich der Fallsein mag. Die genannten Tendenzen waren zwar noch keineswegsGegenstand politischer Eifersüchteleien geworden, hatten aber gleich-wohl allerlei schädliche Eindrücke zurückgelassen, welche bei einemVolke, das so eigensinnig an seinen künstlichen Gewohnheiten hält