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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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er jetzt denselben knnd that, zn erstaunen ansingen. Wild undverwirrt war der Blick, sein Antlitz erblaßt, wie das der bittendenMatter selbst. Dreimal öffnete er die Lippen, ehe der Laut demAbgrund seiner Brust vernehmbar entstieg, und dann schlug andas Ohr der athcmlvs lauschenden Menge eine Stimme, der dasinnigst aufgeregte Gefühl und hohes Machtbewußtsein unsäglichesGewicht verliehen. Mit einer stolzen Bewegung der Hand, undeiner Haltung, die sie zn gut kannten, um ihre Bedeutung nichtzu verstehen, sagte er:

Geht auseinander! Ihr wisset, ich handhabe Gerechtigkeit;aber ihr wisset, ich heische Gehorsam. Meinen Willen sollt ihrmorgen erfahren."

Zweiunddreißigfies Kapitel.

-Dieser ist'S.

Der dieß Naturgepriig' noch heute trägt:

Und darum hat Natur eS ihm verlieh'».

Aus daß ei jetzt sein Zeugniß sei.

Shakespeare.

Diesesmorgen" kam; und mit demselben eine vollkommeneVerwandlung der Scene und des Tons unserer bisherigen Erzäh-lung. Friedlich segelten der Delphin und der Pfeil Seite anSeite; die Fahne Englands wehte wieder vom Flaggentop desletzter», während der erstere eine nackte Gaffelspitzc wies. DieBeschädigungen, die der Sturm und das Gefecht verursacht hatten,waren so weit wieder ansgebessert, daß beide stattliche Schiffe demgewöhnlichen Auge gleich fähig erscheinen mußten, die Gefahrender See oder des Krieges abermals zu bestehen. Ein langer,blauer Ncbelstreif nach Norden zn, deutete die Nähe von Land an;und drei oder vier leichte Küstenfahrer jener Gegenden, die unfernsegelten, bewiesen, daß die Freibeuter jetzt nichts weniger als feind-liche Absichten im Sinne führten.