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ausgezeichnet batte, ihm nur zu bald deu Schlüssel zu dem ver-borgene» Siuue der Worte ihres Befehlshabers gegeben.
„Wir fordern die Vollstreckung unserer alten Gesetze!" hob derVormann der Rotte an, seinen Chef mit einer Kürze und wildenFrechheit anredend, die um so verzeihlicher war, als in ihr sichnoch die Hitze des erst geendeten Gefechtes ausdrückte.
„Was wünscht ihr?"
„Den Tod der Verräther!" war die grimmige Antwort.
„Euch sind die Bedingungen unseres Dienstes bekannt- Wennsich irgend Solche in unserer Gewalt befinden, so führt sie ihremSchicksal entgegen."
Hätte Wilder noch im Geringsten zweifelhaft sein können, Wendiese furchtbaren Ankläger meinten, und was sie beabsichtigten, sowürde ihm doch jetzt die entsetzliche Gewißheit anfgegangen sein,alö man ihn und seine beiden Gefährten mit rohen Drohungen vorden Freibeuter-Häuptling schleppte. Stark zwar regte sich in sei-ner Brust die Liebe zum Leben, allein selbst in diesem schrecken-vollen Augenblicke zeigte er sie nur, wie sie dem Manne ziemt,und verschmähte jede erniedrigende Bitte. Sein Geist war aufder Stelle gefaßt und frei von jeder Versuchung, sich der minde-sten Ansflucht zu bedienen, die seines Standes oder seines Cha-rakters unwürdig wäre. Statt dessen heftete er einen gespannten,forschenden Blick auf das Auge des einzigen Mannes, dessenMacht ihn noch retten konnte. Ihm entging der kurze, aber hef-tige, innere Kampf des Mitleids nicht, welcher Bewegung in diestarren Gesichtsmnskeln des Rovers brachte, aber ebensowenig diekalte, ruhige Fassung, die sich im nächsten Augenblick wieder überseine versuchten Züge verbreitete. Dieß war für ihn Andeutunggenug, daß die Pflichten des Chefs über die Gefühle des Men-schen den Sieg davon getragen, nnd mehr bedurfte es nicht, umihn von der gänzlichen Hoffnungslosigkeit seiner Lage zu unter-richten. Der Jüngling verschmähte cö, sich zu fruchtlosen Vor-