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Geist unbesiegt blieb, während Viele ihrer beinahe eben so un-glücklichen Feinde auf dem Verdeck umher in ihrem Blute lagen,die Seele noch immer mit rachsüchtigen Gedanken erfüllt, wiedas wilde Blitzen ihrer Augen bewies. Diejenigen von beidenParteien, welche gar nicht oder nur leicht verwundet waren, be-schäftigten sich bereits, die Einen mit der Plünderung, die Ande-ren eben so emsig mit Verstecknng der Habseligkeiten.
Wie tief mußte die vom Anführer der Freibeuter eingeführteMannszncht Wurzel gefaßt haben, wie unumschränkt die Machtdesselben sein, da kein Schuß, kein Degenhieb, kein Schlag vorfiel,von dem Augenblicke an, wo sein Verbot vernommen wurde! Aberdas Zerstörnngswerk war auch ausgedehnt genug, um selbst dieheißeste Blutgier zu stillen, selbst wenn sie der einzige Beweggrunddes Angriffs der Freibeuter gewesen wäre. Wildern blutete dasHerz, als er die marmorblassen Todtengesichter so manches ihmbefreundeten Subalternen, so manches treuen Dieners überschaute;das tiefste Weh aber ergriff ihn, als sein Auge ans die starrenZüge seines Veteranen Commandeurs fiel, die der Ansdruck desZorns noch nicht verlassen hatte.
„Kapitän Heidegger," sagte er, sich bemühend mit Festigkeit,wie es für den Moment geziemend war, zu sprechen; „das Glückhat sich heute für Sie erklärt; ich bitte um Gnade und Schonungfür die Uebriggebliebenen."
„Beides soll Denen, die mit Recht Anspruch darauf machenkönnen, zu Theil werden. Ich wünsche, der Ansgang möge zei-gen, daß dieses Versprechen Alle in sich schließe."
Feierlichkeit und tiefe Bedeutung lag in der Stimme desRover; sie sollte offenbar mehr sagen, als die Worte ausdrückten.Aber Wilder würde über den Doppelsinn in der erhaltenen Antwortlange vergebens nachgesonnen haben, wenn nicht die Annäherungder feindlichen Mannschaft, unter welcher er sogleich Denjenigenerkannte, der sich bei der Meuterei ans dem Delphin am meisten