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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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Gong. Er befahl, daß man Fid nnd den Schwarzen in das Bootbringen solle, wohin auch die wenigen Sachen seiner weiblichenGäste geschafft wurden. Sobald diese kurzen Vorbereitungen voll-endet waren, bot er mit gewählter Höflichkeit der Gouvernanteden Arm, führte sie längs der Reihen seiner überraschten Leutenach der Schiffsseite, wo er wartete, bis sie, ihre Pflegbefohlcnennd Wilder ihre Sitze in der Pinasse eingenommen hatten. ZweiMatrosen saßen an den Riemen. Hierauf winkte er mit der Handein stummes Lebewohl hinab, nnd verschwand. Den Damen kamihre gegenwärtige Befreiung, so wie vorher ihre Gefangenschaftwie ein Trugbild des Traumes vor.

Allein den Ohren Wilders war die Drohung, daß die Mann-schaft des Delphin sich selber könnte Recht verschaffen wollen, nochnicht verklungen. Ungeduldig gab er den Ruderern ein Zeichen,tüchtig auszuholen, und lenkte vorsichtig das Steuer des Bootes ineine solche Richtung, welche es am schnellsten ans dem Bereich derKanonen des Freibeuters führte. Als sie unter dem Spiegel des Del-phin wegrnderten, schallte ein rauher Anruf über die Wasserfläche; eswar die Stimme Rovers, der den Commandenr des Pfeils anredetc:

»Ich schicke Ihnen einige Ihrer Gäste; die ganze Theologiemeines Schiffes befindet sich unter Ihnen."

Nur kurz war die Ueberfahrt, so daß die Befreieten noch nichtaus ihrer Gedankenverwirrnng gekommen waren, als man sie schonaufforderte, die Treppe des königlichen Schiffes zu besteigen.

Hilf Himmel!" rief Bignall, als er durch ein KanonengatDamen unter den Besuchenden entdeckte;der Himmel helf' »nsBeiden, Herr Prediger! Der junge, gedankenlose Schlingel schicktuns ja ein paar Schürzen an Bord; und die nennt der gottloseSchelm seine Theologie! Es läßt sich leicht errathen, wo er dieseStandespcrsonen aufgelesen haben mag; na, lassen Sie's nur gutsein, lieber Doktor; bei fünf Faden Wasser, es ist keine Sünde,wenn man sich einmal ohne Geistlichkeit behilft!"