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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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Fort, fort," schrie Gertraud, als er mit dem einnehmenden,verriitherischen Zuge nm den Mund sich ihr nahte, und bedeckte dieAugen mit beiden Händen, als wollte sie sich gegen den verderb-lichen Zauber eines Basiliskenblicks schützen.Ach, wenn Mitleidin Ihrem Herzen wohnt, lassen Sie uns Ihr Schiff verlassen!"

Ungeachtet der erstannenswürdigen Gemalt, die der Mann,welchen sie so stürmisch und aus ihrem tiefsten Innern von sichzurückstieß, in der Regel über seine Gefühle ansübte, konnte ersich doch beim Anhören dieser Worte eines Blickes tiefer, demü-thigender Kränkung, trotz aller Anstrengung, nicht erwehren. Einkaltes, wildentstellendes Lächeln durchzuckte seine Gesichtszüge, alser mit einer Stimme, die er eben so vergeblich zu unterdrückenbemüht war, vor sich hin murmelte:

Diesen Abscheu habe ich mir von allen meinen Mitmenschenerkauft, und theuer, sehr theuer muß ich ihn büßen! Dame,Sie und Ihre liebenswürdige Mündel sind Herrinnen Ihrer Hand-lungen. Dieß Schiff, diese Kajüte stehen Ihnen zu Befehl; indeßsind Andere bereit, Sie zu empfangen, wenn Sie wählen, beidezu verlassen "

Unser Geschlecht kann nur unter dem pflegenden Schutze derGesetze wahre Sicherheit finden," sagte Mistreß Wyllys.WollteGott_"

Genug! Sie sollen ihren Freund begleiten. Wenn Alle michverlassen haben, so wird die Leere in diesem Schiffe nur ein Bildvon der in meinem Herzen sein."

Riefen Sie?" fragte eine leise Stimme nahe bei ihm, aberso traurig und weich, daß er sie nicht überhören konnte.

Roderich," antwortete er mit einiger Verwirrung,du wirstunten Beschäftigung finden. Verlaß uns, lieber Roderich. Ver-laß mich ans einen Augenblick."

Gleichsam als wünschte er, dem Auftritt so bald als möglichein Ende zu machen, gab er hierauf noch ein Signal durch die