Druckschrift 
8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
Entstehung
Seite
504
Einzelbild herunterladen
 

504

Bon welchem Nutzen kann ein weibliches Wesen, hilflos undunglücklich wie Diese, in einem Schiffe sein, welches einem Ge-werbe, wie das des Delphin, geweiht ist?"

Soll ich denn ans immer getrennt bleiben von der Gemein-schaft der besten meiner Mitgeschöpfe! Gehen Sie, Sir, lassen Siemir den Schatten der Tugend wenigstens, wenn mir auch dasWesen derselben fehlt."

Kapitän Heidegger, einst, begeistert von Ihren besseren Ge-fühlen, verpfändeten Sie Ihr Wort zu Gunsten dieser Damen; ichhoffe, es kam Ihnen vom Herzen."

Ich weiß, worauf Sie sich beziehen, Sir. Was ich damalsanssprach, ist nicht vergessen, wird es nie sein. Allein wohin wollenSieJhre Gefährtinnen bringen ? Gewährt nicht ein Fahrzeug auf derhohen See eben so große Sicherheit, als ein anderes? Soll ich micheinesjeglichen Mittels, mirFrenndezn erwerben, berauben lassen?Verlassen Sie mich, Sir, gehen Sie Sie möchten sonst zaudernbis meine Erlaubnis; zu gehen Ihnen nichts mehr helfen würde."

Was unter meine Obhut gestellt ist, werde ich nie verlas-sen," sagte Wilder fest.

Herr Wilder, oder Herr Lieutenant Arche, wie ich Sicvielmehr nennen sollte, Sie werden so lauge mit meiner Nach-sicht spielen, bis der Augenblick Ihrer eigenen Sicherheit vorüber ist."

Handeln Sie mit mir nach Ihrem Gutdünken: ich sterbeauf meinem Posten, oder gehe in Begleitung Derjenigen, mit de-nen ich gekommen bin."

Sir, die Bekanntschaft, die Sie so stolz macht, ist nichtälter als die meinige. Wer sagt Ihnen, daß die Damen Sieals Beschützer vorziehen? Ich müßte mich sehr getäuscht haben,und weit hinter meinen Absichten zurückgeblieben sein, wenn sieGrund gefunden hätten, sich zu beklagen, seit ihr Wohl und ihreZufriedenheit meiner Sorgfalt anvertraut sind. Schöne, sprechenSie, wen wollen Sie zu Ihrem Beschützer?"