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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
Entstehung
Seite
503
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der Himmel ist mein Zeuge, Ihr männliches Vertrauen hatte michauch schon halb entwaffnet, als mein Fuß noch kaum über IhreSchwelle gekommen war."

Und dennoch kehrten Sie nicht um?"

Vielleicht waren mächtige Gründe vorhanden, die mich zumGegentheil bewogen," nahm der sich Vertheidigende wieder auf, in-dem er beim Sprechen unwillkürlich einen Seitenblick ans die Da-men warf.Ich blieb meinem Worte zu Newport treu; und wä-ren meine zwei Leute damals ans Ihrem Schiffe befreit gewesen,so würde ich es gewiß mit keinem Fuße betreten haben."

Junger Mann, ich glaube Ihnen nicht ungern. Es war eingewagtes Spiel, was Sie spielten; und statt daß es Sie schmerzenwird, es verloren zu haben, werden Sie sich einst darüber freuen.Gehen Sie, Sir; ein Boot wird Sie zum Pfeil führen."

Geben Sie dem Glauben nicht Raum, daß Ihre Großmnth,wie tief ich sie auch anerkenne, mich gegen meine Pflicht blind znmachen vermöge: Sie würden sich täuschen, Kapitän Heidegger.In dem Augenblick, wo ich den Befehlshaber des von Ihnen soeben genannten Schiffes sehe, wird Ihr Gewerbe verrathen."

Ich erwarte es."

Auch wird meine Hand nicht müssig sein bei dem Kampfe, derunausbleiblich folgen muß. Es hängt von Ihnen ab, ob ich hiersterben soll, ein Opfer meines Jrrthnms: allein in dem Moment,wo ich frei bin, bin ich Ihr Feind."

Wilder!" rief der Rover, indem er dessen Hand mit einemLächeln der Begeisterung erfaßte,warum haben wir uns nichtfrüher gekannt! doch bedauern ist vergeblich. Gehen Sie; er-führen meine Leute die Wahrheit, so würde meine Gegenvorstellungso wenig gehört werden, wie Geflüster in einem Sturmwinde."

Als ich znlehtanf den Delphin kam, so geschah es in Begleitung."

Ist es nickst genug," versetzte der Rover, mit Kälte einenSchritt znrücktretend,daß ich Ihnen Freiheit und Leben anbiete?