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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
Entstehung
Seite
482
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L 82 .

am Gesichte an, Sie halten dieses Abenteuer für entsetzlich hoff-nungslos und verzweifelt, und doch ist keines leichter zu bestehen.Am Bord des Pfeils, davon bin ich überzeugt, ist weder einOffizier noch ein Gemeiner, der das Schiff, dessen Namen ich fürgut fand, anzngeben, jemals gesehen hätte. Es ist zu jung vonden Werften, als daß ich in dieser Hinsicht eine Gefahr liefe.Zweitens ist es nicht wahrscheinlich, daß ich, in meinem angenom-menen Charakter, mit irgend einem der Offiziere bekannt zu seinbrauche; denn Sie wissen wohl, dieß, Ihr ehemaliges Schiff, istseit vielen Jahren nicht in Europa gewesen, und wenn Sie sichbemühen wollen, in dem genealogischen Verzeichnisse hier nach-zulesen, so wird Ihnen einleuchten, daß ich kein Anderer bin, alsder Sohn eines Lords, ein privilegirter Sterblicher, und daß dasSchiff dort von England abwesend war, lange ehe ich noch zumKommando, ja, ehe ich zum männlichen Alter heranreiftc."

Diese günstigen Umstände habe ich freilich aus Mangel anScharfsinn übersehen. Aber wozu wollen Sie überhaupt das Wage-stück unternehmen?"

Wozu? .. . Vielleicht habe ich den tief angelegten Plan: inErfahrung zu bringen, ob die Prise die Mühe, sie zu nehmen,lohne; vielleicht... ist's meine Laune so. Das Abenteuer hateinen furchtbar starken Reiz für mich."

Nicht minder furchtbar ist die Gefahr."

Gilt es solchen Genuß, zähle ich nicht erst die Kosten.Wilder,!' fuhr er fort, mit einem Blicke offenen, gutmüthigenVertrauens näher auf ihn zntretend,ich gebe in Ihre Bewah-rung mein Leben, meine Ehre; denn mir wenigstens gilt es alsEntehrung, meine Leute im Stich zu lassen."

Ich werde das Pfand zu achten wissen," crwiederte unserAbenteurer in einem so tiefen, unterdrückten Tone, daß seine Wortekaum vernehmbar waren. Der Rover that noch einen festenBlick auf das ehrliche Gesicht seines Gefährten, lächelte dann,