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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
Entstehung
Seite
456
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Mag's vergesse» sein," erwiedertc der Rover, mächtig gegenseinen Zorn ankämpfcnd.Ich will in einem Augenblicke, wiedem gegenwärtigen, unsere Eintracht dadurch nicht stören, daß ichIhnen, Herr Wilder, eine so kleine Bitte abschlage; indeß darfich Ihne» nicht erst sagen, was für üble Folgen eine solche Ver-nachlässigung herbciführen konnte. Geben Sic mir das Fernglas;ich will doch sehen, ob das flatternde Segel den Augen desFremden entgangen ist."

Der Topgast warf einen verstohlenen aber trinmphirendenBlick auf Wilder, der ihm rasch znwinkte, sich zu entfernen, undseinem Commandenr wieder an die Seite trat, um gcmeinschaftlich mit demselben die Untersuchung fortznsetzen.

Scchsundzwanzigstes Kapitel.

So wahr ich ein ehrlicher Mann bin. er ist Maß: Sag',bist du krank oder hast du Verdruß gehabt?"

Niel Lärm um Nichts. Art v. Sc. I.

Aas fremde Segel kam so rasch näher, daß es von Augen-blick zu Augenblick dem nackten Auge erkennbarer wurde. Derkleine, weiße Punkt, der zuerst am entfernten Rande der See, gleicheiner auf dem Gipfel einer Woge schwimmenden Möve, erschien, warwährend der letzten halben Stunde allmählig in die Höhe gestiegen,bis eine erhabene Pyramide von Segeln sich ans dem Wasser em-porhob. Als Wilder nochmals das Auge auf diesen immer wach-senden Gegenstand heftete, gab ihm der Rover das Glas zurück,und in dem Ausdruck seiner Züge konnte unser Abenteurer deutlichdie Worte lesen: die Nachlässigkeit Ihres Dieners hat »ns, wieSie sehen können, bereits verrathen! Doch lag mehr Bedauern alsVorwurf in dem Blick; auch entfuhr dem Munde nicht ein Wört-chen, das den sprechenden Sinn des Auges bestätigt hätte. Im