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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
Entstehung
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mitten im Wasser angehalten, und, als sei nun das Hauptzielerreicht, und die unmittelbare Aufmerksamkeit der Mannschaftnicht weiter in Anspruch genommen, überließen sich die Offizieresowohl, als die Leute, ihren Vergnügungen oder dem Müssiggaug,je nachdem Laune oder Neigung sie bestimmte.

Wie lauge auch der Verdacht der Gouvernante, daß man ihnennicht erlauben würde, das Schiff zu verlassen, schon rege sein mochte,in Worten hatte sie ihn noch nicht geäußert; als aber jetzt dem Kom-mando, das Schiff beiznlegen, gehorcht wurde, redete sie den Kapi-tän Heidegger, wie er sich nennen ließ, zum ersten Male wieder an:

Ich hatte gehofft, Sie würden uns, sobald cs sich mit IhrerBequemlichkeit vertrüge, an einer der Seiner Majestät gehörendenInseln zu landen erlauben. Ich fürchte, Sie finden es beschwer-lich, Ihre eigene Kajüte so lange von Fremden besetzt zu sehen."

Sie kann nicht besser beseht sein," antwortete er, fein aus-weichend, obgleich die ängstliche Dame zu entdecken glaubte, daßsein Blick mehr Kühnheit und sein ganzes Wesen weniger Zurück-haltung verrathe, als bei einer früheren Gelegenheit, wo derselbeGegenstand zur Sprache kam.Verlangte cs das Herkommennicht, daß ein Schiff die Farbe einer oder der andern Nationführte, so sollte über dem meinigen stets eine Flagge spielen, diedie Farbe der Schönen trüge."

Und jetzt?"

Jetzt ziehe ich die Zeichen des Dienstes ans, in dem ich michbefinde."

Während der fünfzehn Tage, seit ich Ihnen mit meiner Ge-genwart lästig fallen muß, bin ich noch nicht so glücklich gewesen,die Farbe aufgezogen zu sehen, die Ihren Dienst bezcichncte."

Nicht!" rief der Rover, und schoß einen Blick auf sie, alswollte er ihre innersten Gedanken durchdrungen:Nun, dann sollenSie am sechzehnten Tage von dieser Ungewißheit befreit werden.Heda, wer ist im Schiffe hinten?"