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den daselbst in ganzen Schwärmen segelnden Kreuzern durch dieDaggen liefen, keines fremden Antriebes zur Behutsamkeit bedurfthatte, selbst sle schien jetzt freier Athem zu schöpfen, — kurz, Tönesorgloser, leichtsinniger Fröhlichkeit durchwallten wieder einmal einenOrt, welchen die Wolke des Mißtrauens so lange umdüstert hatte.
Allein der Betrachtung der Erzieherin entstanden durch dieRichtung, welche das Fahrzeug nunmehr nahm, neue Gründe zurBesorgniß. — So lange die Inseln noch im Gesichtskreis blieben,gab sie, und zwar nicht ohne Grund, der Hoffnung Raum, ihrGefangennehmer warte blvs eine günstige Gelegenheit ab, um siedem Schuhe der Gesetze irgend einer der Kolonial-Regiernngenwieder zurückzngeben. Ihre Beobachtungsgabe lehrte sie, daß dieGrundsatzlosigkeit der beiden vornehmsten Personen im Schiffe mitso Vielem vermischt war, was einst gut, ja edel genannt werdenkonnte, daß sie in solcher Erwartung nichts Uebcrtriebenes findenkonnte. Selbst in den Sagen der Zeitgenossen, welche die verwe-genen Thaten des Freibeuters schilderten, hatte auch gleich eineerhitzte und übertreibende Einbildungskraft die Farben anfgetragen,fehlte es nicht an zahllosen, merkwürdigen Beispielen von ent-schiedener, ja ritterlicher Großsinnigkeit. Mit einem Worte, seinCharakter war der eines Mannes, der, in erklärter Feindseligkeitmit Allen lebend, dennoch einen Unterschied zwischen den Schwa-chen und den Starken zu machen verstand, und dem es oft ebenso viele Freude gewährte, sich der Erstkren anznnehmen, als denStolz der Letzteren zu demüthigen.
Als aber nun die letzte Spitze der ganzen Inselgruppe hinterihnen in's Meer sank, und außer dem Schiffe sich weit und breitkein anderer Gegenstand auf der Wasserfläche zeigte, da sank auchihr die letzte Hoffnung auf die Großmnth des Corsaren. DerRover, gleichsam unbekümmert, länger die Maske vorznhalten,befahl, die Segel zu vermindern, und trotz der günstigen Kühltedas Schiff nahe beim Wind anzulegen. Kurz, der Delphin wurde