Herrn (denn wahrlich! den Namen verdiente er), spielte eine kraft-volle nnd graziöse Einleitung zn dem Gesang des Corsaren. Jeneverrätherischen, berückenden Klänge, die sich so oft, wenn er sprach,dnrchhören ließen, mußten allerdings zn der Erwartung fuhren,daß seinem Gesang Fülle, Tiefe nnd Metall nicbt fehlen werde; nndsolche Erwartung wurde nicht getäuscht. Vvn diesen natürlichenVorzügen begünstigt, nnd von einem ansgebildeten Ohre unterstützt,sang er folgende Stanzen auf eine Weise, die, seltsam genug, halbdem Lebemann, halb dem Sentimentalen angehörte. Die Wortewaren höchst wahrscheinlich eigene Composition; denn außerdem,daß sie im Ganzen das Gepräge seines Handwerks an sich trugen,fehlten ihnen auch nicht Züge des dem Sänger eigenthümlichenGeschmackes. Hier sind sie:
Zu Haus! Macht Anker licht!
Nun schallet rauh und froh der Ton,
Und keinen hält der süße Schlummer;
Im Takte knarrt das Gangspill schon,
Der Bootsmann pfeift und scheucht den KummerDas junge Schiffsvolk, freud'entbrannt,
Jauchzt auf; es lärmt die Meng' am Strand:
Zu Haus! Macht Anker licht!
Ein Segel dort! ahoi!
Spannt alle Nerven zum Gefecht,
Steu'rt muthig zu, den Feind zu fassen;
Ein still Gebet für's heil'ge Recht.
Für's Weib, so wir daheim gelaffen.
Nun los von jedem Segeldaum!
Zerstiebt der Meeresstuten Schaum!
Ein Segel! ho, ahoi!
Dem Sieg dreimal HurrahlNicht folg' den Tapfern Klag' hinab;
Nein; pflegt die Wunden eurer Brüder:
Das Meer ist des Matrosen Grab,
Und Helden seh'n sich droben wieder!
Genug, daß uns das Werk gelang.
Drum jauchzet hoch den Siegsgesang;
Hurrah! Hurrah! Hurrah!
Gleich nachdem er dieses Lied beendigt hatte, ohne zn warten,ob seiner Leistnng, die, sowohl in Hinsicht der Stimme, als desVortrags, anfVortrefflichkeitAnspruch machen durfte, einige Worteder Anerkennung folgen würden, erhob er sich, ersuchte seine Gäste