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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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ein lautes Wort sprach, weil die Furcht, sein Nachbar könnte etwasan seinen Worten auszustellen finden, ihn zum ewigen Flüsternverdammte."

Dennoch gibt es Einige, die in der Ausübung der Tugendihre Freude finden."

Die Worte lassen Ihrem Geschlecht- gut," antwortete er miteiner Miene, in welcher die scharfsinnige Frau die Zügellosigkeitdes Freibeuters zu entdecken glaubte, und gern hätte sie ihren Be-such seht entlassen; allein ein gewisser Blitz in seinem Auge, unddie Fröhlichkeit, die er durch eine Art von unnatürlicher Anstren-gung gewonnen hatte, erinnerte sie an die Gefahr, einen Menschender kein anderes Gesetz, als seinen Willen anerkannte, zu reizen.Daher suchte sie dem Gespräch geschickt eine andere Wendung zugeben; mit einem Ton und einer Weise, die, obgleich der Wurdeihres Geschlechts nichts vergebend, doch von Strenge entferntwaren, zeigte sie auf verschiedene musikalische Instrumente hin,die einen Theil des seltsam zusammengesetzten Ameublements derKajüte ansmachten, und sagte:

Der, dessen Seele die Harmonie erweichen kann, dessen Ge-fühle dem Einflnsse des Wohlklangs offen stehen, sollte von denFreuden der Tugend nicht geringschätzig sprechen. Diese Flöteund die Guitarre dort, beide erkenne» Sie als ihren Meister an."

Und wegen dieser Tändeleien, die um mich her liegen, sindSie geneigt, mir die genannten Vollkommenheiten znzntrauen!Dieß ist wieder einer jener Mißgriffe, denen wir armselige Sterb-liche bloßgestellt sind. Der Schein ist das Alltagsgewaud derEhrlichkeit. Ebensogut könnten Sie mir es zum Verdienst an-rechnen, daß ich jeden Morgen und jeden Abend vor dem glän-zenden Spielzeug dort hinkniee!" hier wies er ans das Crucifixaus Brillanten, welches an dem schon bezeichneten Orte, über derThüre des Gemaches, hing.

»Ich hoffe doch, daß Sie dem Wesen, an das jenes Bild er-