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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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Schicksal anvertrant hatten; davon hielt sie sich überzeugt, sei»

Herz sei zn edel, um wünschen zn können, daß sie und das junge, !

arglose Mädchen der Willkür seiner Kameraden geopfert wurden. 1

Nunmehr bedurften seine häufigen und geheimnißvollen War- jnnngen keiner Erklärung. In der That, Alles was ihr bisher so-wohl von ihrer früheren unbegreiflichen Ahnung, als von demungewöhnlichen Betragen der Genossen dieses Schiffes dunkel ge-blieben war, wurde mit jedem Augenblicke klarer. Die Räthsellösten sich eines nach dem andern von selber auf. Jeht brachteauch die Person und das Gesicht des Rover ihr die Erinliernng !in die Gestalt und die Züge des Individuums zurück, welches, indem Tanwcrk des Sklavenhändlers stehend, de» vornbcrsegelndenBristoler Kanffahrer begrüßt hatte, eine Gestalt, die sich nnbe-greiflichcrweise seit ihrer Anwesenheit in seinem Schiffe ihrerEinbildungskraft immer von Nene», anfdräiigte, wie ein Bild anstrüber Ferne. Nun begriff sie mit einem Male, wie schwierigWilders Lage war, da er ihren Bitten ei» Geheimnis; zu verber-gen hatte, auf welches nicht blos sein Leben stand, sondern auch 'die, für ein im Laster nicht verhärtetes Gemiith eben so gefürchteteStrafe der Verlust ihrer Achtung. Kurz, viele von den Räth-seln, die unseren Lesern leicht zn entwirren wurden, lösten sich ^

nun auch dem Verstände der Erzieherin, obgleich noch manche i

Dnnkelheite» übrig blieben, die sie ebensowenig anfzuhellen, als ,von sich zn verbannen vermochte. Sie hatte Muße, alle diese Ge-danken zn durchlaufen; denn ihr Gast, oder Wirth, welche Bezeich-nung nun auch die richtigere sein mochte, gab nicht die entfern-teste Neigung zn erkennen, sie in ihrem kurzen, traurigen Nach-stnuen zu unterbrechen.

Wunderbar!" nahm sie endlich das Gespräch wieder auf, daßeine Anhänglichkeit, wie sie sich gewöhnlich nur unter Menschenvon Erziehung und Bildung zn zeigen pflegt, hier ihren Einflußans so rohe Wesen geltend macht."