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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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Lächelns um sich her, daß die ängstliche Gouvernante unwillkür-lich ihrer Schülerin näher rückte, gleichsam als wollte sie sie gegendas gewisse Vorhaben eines Wahnsinnigen schützen nnd wiedervon ihr beschützt werden. Der Rover verharrte jedoch in einemso langen nnd tiefe» Schweigen, daß sie endlich das Verwirrendedieser Lage durch eigenes Sprechen beseitigen zu müssen glaubte.

Finden Sie Herrn Wilder eben so zur Gnade geneigt, alsSie selbst sind? Seine Nachsicht würde »m so verdienstvollersein, als gerade er offenbar der besondere Gegenstand des Zornsder Meuterer war."

Dennoch war er nicht ohne seine Freunde. Haben Sie nichtbemerkt, wie innig die beiden Leute, die ihm zu Hilfe eilten, ihmanhängen?"

Allerdings; es ist erstaunlich, wie es ihm in so kurzer Zeitgelingen konnte, diese zwei rohen Naturen so ganz für sich zugewinnen."

Vicrnndzwasszig Jahre sind freilich ein anderes, als die Be-kanntschaft von einem Tage!"

Und schreibt sich ihre Freundschaft von so früher Zeit her?"

Ich habe sie diesen Zeitraum unter sich nennen Horen.Niebts ist gewisser, als daß der Jüngling durch irgend ein außer-ordentliches Band mit diesen seinen zwei niedrigen Gefährten zu-sammenhängt. Vielleicht war dieß nicht der erste gute Dienst,den sic ihm geleistet haben."

Schmerz trübte den Blick der Mistreß Wyllys. Wohl mar siedarauf vorbereitet, Wilder für einen geheimen Verbündeten desRover zu halten, doch hatte sie sich zu hoffen bemüht, daß seineVerbindung mit den Seeräubern ans Umständen erklärt werdenkönnte, die ein minder ungünstiges Licht auf seinen Charakterwerfen würden. Wie groß auch sein Anthcil an der gemeinschaft-lichen Schuld Derjenigen sein mochte, die den Zufälligkeiten nndGefahren eineö für vogelfrei erklärten Schiffes leichtsinnig ihr