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Hafen erreichen, in den sein Schiff ohne Gefahr einlanfenkann?"
„Solcher Orte sind nicht viele."
„Aber wenn ein solcher Ort kommt, glanbst dn nicht, daß eruns erlauben wird, zn landen? Wir haben Gold, ihn für seineMuhe zu lohnen."
„Er macht sich nichts aus Gold. Er gibt mir immer eineHandvvll, wenn ich welches von ihm verlange."
„Dann bist dn ja aber glücklich. Ueberfluß an Gold entschä-digt doch wohl für einen kalten Blick, den man dann und wannerhält."
„Nie!" erwiedcrte der Knabe schnell und ausdrucksvoll. „Hätteich ein ganzes Schiff voll von diesem Staube, ganz gäbe ich esdahin, um seinem Auge einen einzigen gütigen Blick damit zuentlocken."
Das Feuer in der Sprache des Knaben erregte die höchsteAufmerksamkeit der Mistreß Wyllys. Sie stand auf, näherte sichihm von der Seite, wo das Lickt der Lampe voll auf seine Zügefiel, und sah den großen Tropfen, der unter den langen, seidenenAugenwimpern hervorbrach, Herabrollen über eine Wange, von derSonne zwar gebräunt, die aber nun, vom durchdringenden Blickder Dame getroffen, in ein immer tiefer werdendes Roth anfglühte;langsam und scharf ließ nun die Gouvernante das Auge an derGestalt des Knaben hinabgleite» bis zn dessen zarten Füßen, diekaum groß genug schienen, ihn zu tragen. — Das Sinnende undGütige, der gewöhnliche Zug im Gesicht der Gouvernante, macktehier einem Blicke kalter, fremder Achtung Platz, und ihre ganzeGestalt schien erhabener, als sie streng und mit der keuschen Würdeeiner Matrone fragte:
„Knabe, hast dn eine Mutter?"
„Ich weiß nicht," war die halberstickte Antwort aus kaum sichtrennenden Lippen.