Ml
„Genug; ein andermal sprech' ich mehr mit dir. Caffandrawird künftig den Dienst in der Kajüte verrichten; wenn ich deinerbedarf, werde ich die Gong anschlagen."
Noderich ließ das Haupt fast auf die Brust sinken, so wenigkonnte er das kalte, prüfende Auge der Matrone ertragen, dasseine Gestalt verfolgte, bis sie in der Luke untcrtanchte. Kaumwar der Knabe verschwunden, als Frau Wyllys auf Gertraud zn-eilte, sie umarmte und das erschreckte Mädchen mit einem Feueran ihr Herz drückte, welches deutlich zeigte, wie bekümmert siein diesem schrecklichen Augenblicke um ihren geliebten Pfleglingwar.
Wie viel Stoff zum Nachdenken indessen Beide auch habenmochten, so blieb ihnen doch keine Zeit znm Austausch ihrer Ideen:denn es klopfte sanft an die Thür, die Gouvernante gab die üblicheAntwort, und der Rover trat in die Kajüte.
Dreiundzwanzigfies Kapitel.
Ich schmelz', und bin nicht von stärkerem Thon »IS Andre.
Coriolanus. Act. V. Sc. 2.
§er Zwang, womit die Damen ihren Besuch empfingen, er-scheint sehr natürlich, wenn man sich an den Inhalt des so ebenstattgefnndenen Gesprächs erinnert. Gertraud fuhr plötzlich in sichzusammen, ihre Erzieherin bewahrte jedoch die Unbefangenheit ihrerMiene mit größerer Faffnng, obgleich der forschende Blick, den sieans den Ankömmling warf, als wolle sie schon in seinen Zügenden Zweck dieses Besuches lesen, ängstliche Besorgniß ansdrückte.
Das Antlitz des Corsaren selbst war gedankenvoll bis zumTiefsinn. Als er in den Bereich des Lampenscheins trat, verbeugteer sich, einige leise rasche Sylben, mehr vor sich hin murmelndDer rothe Seeräuber. Zg