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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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«Gewöhnt genug, um nicht einznschlafen, so lange ich aufmeinem Posten bin," erwiederte ruhig der Knabe.

«Für ein Kind in deinen Jahren würde eine sorgsame Mutterbesser passen, als die Schule eines Bootsmanns. Wie alt bistdu, Roderich?"

Für meine Jahre könnte ich immer weiser und besser sein?"antwortete er, und ein leiser Zng der Schwermnth nmdüsterteseine Stirn.Im nächsten Monat bin ich zwanzig Jahre alt."

Zwanzig ! Du hast meine Neugier znm Besten, junger Schelm."

Sagte ich zwanzig, Madame? Fünfzehn würde der Wahrheitnaher sein."

Das glaube ich auch. Und wie viele von diesen Jahren hastdn zn Wasser zngebracht?"

Eigentlich nur zwei; ob es mir zuweilen auch vorkommt, alswären es zehn; dennoch gibt es auch wieder Stunden, wo siemir nur ein einziger Tag scheinen."

Dn schwärmst früh genug, Knabe. Und wie gefällt dir dasKriegeshandwerk?"

Kriegeshandwerk!"

Allerdings. Ich spreche doch deutlich. Die, welche in einemFahrzeug dienen, das ausdrücklich ans Schlachten berechnet ist,folgen doch wahrlich dem Kriegeshandwerk."

Ach so! ja; der Krieg ist allerdings unser Handwerk."

Und hast dn schon etwas von seinen Schrecken gesehen? Wardies; Schiff schon in einem Gefecht, seit dn darauf dienst?"

Dieses Schiff?"

Nun ja,diesesSchiff: hast dn denn schon in einem andern gedient?"

Niemals."

Nun, so kann auch meine Frage nur auf dieses Schiff Be-zug haben. Nicht wahr, Prisengelder werden recht oft unter derMannschaft vertheilt?"

Sehr oft;' sic leiden nie Mangel."