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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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alten Neptun kvnunt, unerwiedert lassen; wenn's daher Em. Gna-den nickt sonderlich viel ansmacht, so will ich die junge Personein wenig ersuchen, für sich selbst zu sprechen."

Hieraus, ohne den zornigen Blick, den Wilder ans ihn schoß,im Geringsten zu beachten, wendete sich der rüstige Gott geradezuan Gertraud.

Wenn, wie der Ruf von Euch sagt, mein hübsches Jüngser-chen, Ihr wirklich schon ehedem blaues Wasser gesehen habt, sokönnt Ihr mir wahrscheinlich sagen, ans welchem Schiffe dies; ge-schah, und noch einiges andere zur Fahrt Gehörige."

Das Antlitz unserer Heldin wechselte die Farbe, von glühenderRöthe zur Marmorblasse, wie der Abendhimmel sich röthet, unddann wieder seine liebliche Perlfarbe annimmt; doch unterdrücktesie ihre Gefühle hinlänglich, um mit Selbstbeherrschung die Worteheranszubringen:

Wenn ich Euch alle diese kleinen Einzelnheiten erzählen wollte,so würde das Euch von wichtigeren Gegenständen abhalten. DieseBescheinigung wird Euch vielleicht überzeugen, daß ich kein Neu-ling zur See bin."

Bei diesen Worten fiel eine Guinee aus ihrer weißen Hand indie breite, ansgestreckte, hohle Hand des fragenden Gottes.

Die große Ausdehnung und wichtige Beschaffenheit meinerGeschäfte muß mich schon entschuldigen, daß ich mich auf Ew.Gnaden nicht früher entsinnen konnte," erwiederte der freche Frei-beuter, sich mit der Miene roher Höflichkeit verbeugend, indem erdabei das Douceur in die Tasche prakticirte.Hätte ich meineBücher nachgesehe», ehe ich an Bord dieses Schiffes kam, so müßteich das Versehen gleich entdeckt haben; denn jetzt fällt mir ebenei», daß ich einem meiner Maler befohlen hatte, Ihr hübschesGesicht abznkonterfeien, damit ich's meiner Frau zu Hause zeigenkönnte. Der Kerl hat's ziemlich gut auf einer ostindischen Auster-schale ausgeführt; ich werde nicht unterlassen, Ihrem Herrn