Druckschrift 
8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
Entstehung
Seite
360
Einzelbild herunterladen
 

360

Gemahl, sobald Sie einen zu wählen belieben, eine in Koralleneingefaßte Copie davon zn überschickcn."

Hierauf, seine Verbeugung mit noch einem Kratzfüße wiederholend,wandte er sich an die Erzieherin, um seine Untersuchung fortznsehcn.

Und Sie, Madame, ist dies; das erste Mal, das; Sie meinGebiet betreten oder nicht?"

Weder das erste noch das zwanzigste Mal; ich habe Ew.Majestät schon oft vor diesem gesehen."

Eine alte Bekanntschaft! In welcher Breite mag's denn wohlgewesen sein, wo wir zuerst auf einander trafen, wenn's beliebt?"

Ich glaube, ich genoß diese Ehre zuerst, vor mehr als dreißigJahren, unter der Linie."

Ja, ja, dort pfleg' ich oft zn sein, um mich nach den Jndien-fahrern und euren znrückkehrende» brasilianischen Kauffahrern nm-znschanen. In jener Zeit Hab' ich gerade recht viel geentert, kannaber nicht sagen, daß mir Euer Gesicht entsinnlich wäre."

Ich fürchte, dreißig Jahre haben es etwas verändert," erwie-derte die Gouvernante, mit einem Lächeln, welches, obgleich trau-rig, doch auch zugleich so würdevoll mar, daß der Verdacht, alstranre sie über einen so eitlen Verlust, wie der ihrer persönlichenReize, in Keinem aufkommen konnte.Ich war in einem könig-lichen Fahrzeuge, und zwar in einem solchen, das sich durch seineGröße ein wenig auszeichnetc, es war ein Dreidecker."

Der Gott empfing die Guinee, die ihm heimlich dargebotenwurde; allein Erfolg mußte seine Habsucht wach gerufen haben;denn, statt zn danken, schien er vielmehr nicht übel Lust zn haben,sich noch mehr bestechen zu lassen.

Das kann Alles so sein; wie Ew. Gnaden da sagen," ver-setzte er;doch die Sorge für mein Reich und meine zahlreicheFamilie zn Hans, machen es nvthwendig, das; ich über meine Ge-rechtsame ein wachsames Augenmerk führe. Wehte eine Flaggeauf dem Schiff?"