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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
Entstehung
Seite
338
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Sind Sie denn schon lange mit dem Kapitän Heidegger be-kannt?«

Wir haben uns schon früher gesehen.«

Dem Tone nach ist der Name deutschen Ursprungs, mir we-nigstens ist er vollkommen neu. Doch gab es eine Zeit, wowenige, im Dienste des Königs stehende Offiziere seines Ranges,dem Namen nach, mir unbekannt waren. Ist seine Familie inEngland eine alte?"

Diese Frage kann er selbst wahrscheinlich besser beantworten,« jsagte Wilder, froh, erlöst zu sein, denn der Gegenstand des Ge-spräches näherte sich ihnen eben mit einer Miene, welche das Be-wußtsein ansdruckte, daß Niemand in dem Schiffe ihm das Recht,an jedem ihm zusagenden Gespräch Theil zu nehmen, streitig jmachen durfte.Jetzt, Madame, ruft diePflichtmich anderswohin.«

Wilder zog sich offenbar nur ungern zurück, und wenn seine ^Reisegefährtinnen überhaupt Verdacht gehegt hätten, so würdeihnen der mißtrauische Blick nicht entgangen sein, womit er dieWeise beobachtete, die sein Commandenr annahm, als er den Da- lmen einen guten Morgen wünschte; und doch war nichts im We-sen des Rovers, was ein solches eifersüchtiges Bewachen hätte ver-anlassen könne», im Gegenthcil, etwas Kaltes und Abwesendesdarin gab den Anschein, daß er mehr aus Gastfreundlichkeit, alsaus dem Wunsch, sich zu unterhalten, an der Unterredung Theilnehme. Indessen hatte sein Benehmen viel Gütiges, nnd seineStimme war mild wie die Luft, die von dem herrlichen Klimader nahen Inseln herüberwehte.

Dort ist ein Anblick,« sagte er, indem er ans den blauenRand desKontinents hinzcigtc,der den Landbewohner mitWonne,und den Seemann mit Schrecken erfüllt.«

Sind denn Seeleute dem Anblick von Regionen so abgeneigt,wo so viele Millionen ihrer Mitgeschöpfe mit Vergnügen wohnen?«fragte Gertraud, an die er seine Worte gerichtet hatte. Die