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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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Matrosen auf den Seilen herum, Segel nach Segel öffnete sich ge-räumiger, bis das Fahrzeug, die ungeheuren Falten aller seiner Lein-wand ansgebreitet, ans seinem spurlosen Lauf dahingetrieben wurde,gleich einer schnellen Wolke in der dünnen Luft der höheren Regionen.

Neunzehntes Kapitel.

Nun mag es wirken: du bist im Gange; Unheil,Nimm welche» Laus du willst!

Shakespeare.

Erwägt der Leser die Schnelligkeit, mit welcher das Fahrzeugvor dem Winde flog, so wird cs ihn nicht befremden, daß, wennwir von dem Zeitpunkte an, wo die bisher erzählten Ereignissesich schließen, eine Woche überspringen, wir im Stande sind, dieScene des gegenwärtigen Kapitels in einer ganz verschiedenenGegend zu eröffnen. Wir halten es für überflüssig, dem Roverin den Krümmungen jener irren, und oft scheinbar ungewissenFahrt zu folgen, während welcher sein Kiel weit mehr als tau-send Seemeilen durchschnitten, mehr als einem königlichen Kreu-zer geschickt die Spur verdorben, und verschiedene minder ge-fahrvolle lvle-n-löteo ebensosehr ans Neigung als ans irgend einemandern zu vcrmuthenden Grunde vermieden batte. Zn nuferemZwecke reicht es vvllkommen hin, den Vorhang, der eine Zeit-lang die Bewegungen des Fahrzeuges verhüllen mußte, zu lüften,um es in einem mildern Klima, und, bedenkt man die Jahres-zeit, in einer günstigern See, wieder auftreten zu lassen.

Genau sieben Tage also, nachdem Gertraud und ihre Erziehe-rin Genosse» des Schiffes geworden waren, dessen Charakterdem Leser nicht länger verborgen sein kann, befand es sich, alsdie Sonne über seinen flatternden Segeln, symmetrischen Spieren»nd dunklem Rumpfe anfstieg, innerhalb des Gesichtskreises eini-ger niedrigen, kleinen, felsigen Eilande. Wenn man auch nichtdas geringste Hügelchen blauen Landes sich aus der Welt von