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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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Gewässern hätte heben sehen, so würde doch die Farbe des Ele-mentes schon jeden Seemann belehrt haben, daß der Boden desMeeres sich mehr als gewöhnlich der Oberfläche desselben nähere,und man folglich gegen die wohlbekannten, gefürchteten Gefahrender Küste ans der Hnth sein müsse. Kein Wind regte sich; denndas schwankende, ungewisse Wehen, das von Zeit zn Zeit aufeinen Augenblick die leichtere Leinwand des Fahrzeuges füllte,verdiente nur der Hauch eines Morgens genannt zu werden, derüber dem Meere anbrach, sanft, mild, und mit einem scheinbarso weichen Lüftchen, daß cs dem Ocean den stillen Charaktereines schlafenden See's verlieh.

Alles im Schiffe, was Leben hatte, war schon ans und mun-ter. Fünfzig kräftige und von Gesundheit strohende Kerle hingenin verschiedenen Theilen der Takelage, Einige lachend und sichleise mit Kameraden unterhaltend, die nachlässig auf den nächstenSpieren ansgestreckt lagen, Andere gemächlich eine leichte undunbedeutende Arbeit verrichtend, mehr um nicht müsfig zn gehen,als weil sie nöthig gewesen wäre. Eine noch größere Anzahl vonAnderen schleuderte ans dieselbe Weise sorgenlos unten auf demVerdeck umher. Das Ganze trug das Gepräge von Leuten,die sich Etwas, wenn auch noch so Unwesentliches zn thnn mach-ten, mehr um den Vorwurf der Trägheit zn vermeiden, als daßdie Nothwcndigkeit das Werk geboten hätte. Die Schanze, dergeheiligte Fleck eines Fahrzeuges, das auf Disciplin oder auchnur auf den Schein derselben Anspruch macht, war von anderenPersonen eingenommen, die freilich auch eben so unbeschäftigt undnachlässig waren, als die klebrigen. Kurz, die Stille auf demSchiffe glich der auf dem Ocean und in der Luft, die beide einegelegenere Zeit zur Entfaltung ihrer Macht abznwarten schienen.

Drei oder vier Jünglinge, welche, besonders wenn man dieBeschaffenheit ihres Gewerbes erwägt, nichts weniger als einunangenehmes Aeußere hatten, erschienen in einer Art von halber