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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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Sagten Sie Etwas?" sprach Gertraud, halb ans dem Theer-tnchzelt hervorgnckend, aber eben so schnell mit einem Schän-der wieder znrückschreckend, als sie den Einfluß der verändertenLust fühlte.

Schlafen Sie, Fräulein, schlafen Sie!" antwortete er, alsob er in einem solchen Augenblicke selbst von ihrer sanften Sil-berstimme nur ungern unterbrochen würde.

Ist neue Gefahr da?" fragte das Mädchen, und erhob sichleise von der Matratze, um die Ruhe ihrer Gouvernante nicht zuunterbrechen.Fürchten Sie nicht, mir das Aergste mitzntheilcn:ich bin ja ein Soldatcnkind!"

Er zeigte mit dem Finger auf die von ihm so wohl verstan-denen Vorboten hin, verharrte aber im Schweigen.

Ich fühle wohl, daß der Wind kälter ist als vorher," sagtesie,aber weiter sehe ich keine Veränderung."

Und wissen Sie, welchen Weg das Boot jetzt nimmt?"

Nach dem Lande zn, denk' ich. Sie haben uns ja die Ver-sicherung gegeben, und gewiß, Sie wollen uns nicht hintergehen."

Sie lassen mir Gerechtigkeit widerfahren; und zum Beweiswill ich Ihnen jetzt sagen, daß Sie sich irren. Wohl weiß ich,daß Ihr Auge auf dieser öden Fläche die Richtungen des Kom-passes nicht von einander unterscheiden kann; allein so leicht kannnicht ich mich betrügen."

Wir segeln also nicht nach der Heimath zu?"

So wenig, daß wenn diese Richtung fortdancrt, wir erstdas ganze atlantische Meer hinüber müssen, che wir Land erblickenkönnen."

Gertraud antwortete nicht, sondern begab sich traurig an dieSeite ihrer Erzieherin zurück. Inzwischen zog der nun wiederallein gelassene Wilder seinen Kompaß und die Richtung des Win-des zn Rathe. Er bemerkte, daß er sich durch eine veränderteStellung des Bootes dem Festlande von Amerika mehr würde