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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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solche Sehnsucht, daß, um jenes ungeheure und fast unbewohnteFestland blos sehen zu können, welches sich so viele hundert Mei-len den Westen entlang ausdehnte und der Wasserwelt Gränzensetzte, ihr die Hälfte ihrer Lebenshoffnnngen kein zu großes Opfergeschienen hätte.

Der Andrang von Gefühlen, deren Heftigkeit in ihrer ver-lassenen Lage sehr natürlich war, nahm indes; bald ab, und nunwar der nächste, eben so natürliche Gedanke der, an die Mittelihrer Rettung. Dies; hatte Wilder jedoch geahnt, und noch warenMystres; Wyllys und Gertraud kaum recht zu sich selbst gekom-men, als es ihm, unterstützt von der dienstfertigen, erschrockenen,aber dabei immer redseligen Cassandra, schon gelungen war, dieim Boote nmherliegenden Sachen so anznordnen, daß sie der Be-wegung desselben den geringstmöglichen Widerstand entgegensetzten.

Mit einem wohlgeordneten Schiffchen und vernünftigemWinde," rief unser Abenteurer freudig, nachdem sein kleines Ge-schäft vollendet war,dürfen wir immer hoffen, in einem Tagund einer Nacht das Land zu erreichen. Es gab schon Stunden inmeinem Leben, wo ich nicht angestandcn hätte, in dieser trautenBarkasse die ganze Küstenlänge Amerika's zu messen, wenn ...."

Ach, das Wenn! Sie hatten das Wenn vergessen," sagteGertraud, als sie sah, daß er sich selbst unterbrach, wahrschein-lich weil er die Besorgnisse seiner Reisegefährtinnen durch eineBedingtheit seiner Zuversicht nicht vermehren wollte.

Wenn das Jahr um zwei Monate weniger vorgerückt wäre,"setzte er nun etwas weniger zuversichtlich hinzu.

Die Jahreszeit ist also gegen »ns; dies; fordert nur um sogrößere Entschlossenheit von unserer Seite."

Wilder wendete den Blick nach der schönen Sprecherin hi»,deren bleiches und ergebenes Antlitz in den versilbernden Strahlendes Mondes nichts weniger als den Math ausdrückte, die Müh-seligkeiten zu ertragen, die sie, wie er nur zu gut wußte,och