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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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Achtzehntes Kapitel.

-An jedem Tage

Hat ein Matrosenwelb, der SchiffspatronVon einem Kaufmann. und der Kaufmann selbstZu gleicher Klage Stoff.

Der Sturm. Act II. Sc. I.

A!ir sind geborgen!" sagte Wilder, der während des heftigenKampfes, fest gegen einen Mast gelehnt, dagestanden, und mit dergespanntesten Aufmerksamkeit die Art ihrer Rettung beobachtethatte.So weit wenigstens sind wir geborgen; dem Himmelallein sei Dank dafür, da der größten Kunst von meiner Seiteauch die geringste Aeiidernng hier unmöglich gewesen wäre."

Die Frauenzimmer hatten das Gesicht in die Gewänder undTücher, auf denen sie saßen, tief vergraben, und selbst der Gou-vernante mußte ihr Reisegefährte zweimal die Versicherung geben,daß die höchste Gefahr vorüber sei, ehe sie den Kopf in die Höhehob. Sie und Gertraud brachten ans der Stelle dem höchstenWesen ihren Dank ans eine Weise und mit Worten dar, weitunzweideutiger als der Ausdruck, welcher so eben von den Lippendes jungen Seemannes hervorgckommen war. Nach Verrichtungdieser wohlthuenden Pflicht, gleichsam durch das Dankopfer ge-stärkt, standen sie ans, um ihrer jetzigen Lage fester in's Antlitzzu schauen.

Nach jeder Seite hin dehnte sich die scheinbar gränzenloseWasserwüste aus. Für sie war ihr kleines, gebrechliches Zimmer-werk nun die Welt. So lange das Schiff, obgleich im Unter-geben begriffen und verderbendrohend, sich noch unter ihren Füßenbefand, war eine Zwischenlinie zwischen ihrem Dasein und demverschlingenden Oeean, wenigsten» dem Scheine nach, vorhanden.Allein eine einzige Minute hatte sie dieser letzten trügerischenHoffnung beraubt, und sie sahen sich jetzt in einem Fahrzeuge,das nicht unpassend mit einer Wasserblase verglichen werden konnte,der See preisgegeben. Gertraud fühlte in diesem Augenblick eine