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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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zu erdulden hatte, ehe sie hoffen durfte, das Festland zu errei-chen. Er saun eine kleine Weile, hob dann den Arm nach Sud-West und fing mit der flachen Hand die Nachtlicht auf.

Für Personen in unserer Lage ist nichts nachtheiliger alsMüssiggehen," sagte er.Es hat den Anschein, daß der Luftzugvon dieser Seite Herkommen werde; ich will mich zu seinem Em-pfange bereit halten."

Hierauf breitete er seine beiden Eversegel aus, setzte sie backund nahm seine Stellung am Steuer ein, wohl wissend, daß seineDienste in Kurzem vonnöthen sein wurden. Der Erfolg recht-fertigte seine Erwartungen. Nicht lange, so fing die leichte Lein-wand des Bootes an hin- und herznflattern; und nachdem er dieSeiten desselben in die gehörige Richtung gesteuert hatte, beganndas' kleine Fahrzeug sich langsam auf seinem irren Wafferpfadevorwärts zu bewegen.

Bald fühlten die Segel den Druck eines frischeren, von derklammen Nachtlicht durchdrungenen Windes. Das gab Wilderneinen Vorwand, die Frauenzimmer zu ermahnen, unter dem klei-nen Obdach von Theertüchern, das seine Vorsicht bereitet hatte,einige Ruhe auf den ans dem Schiffe mitgenommenen Matratzenzu suchen. Frau Wyllys und ihre Pflegbefohlene merkten, daßihr Beschützer allein zu sein wünschte, und folgten daher dessenAufforderung. Wenn sie auch nicht schliefen, so hält« doch nacheinigen Augenblicken Niemand sagen können, ob sich außer unse-rem Abenteurer noch ein anderes lebendiges Geschöpf in der ein-samen Barkasse befinde.

Die Mitternachtsstnnde ging vorüber, ohne daß sich die Aus-sichten Derjenigen, deren Schicksal so sehr von dem unzuverläs-sigen Einflüsse des Wetters abhing, wesentlich verändert hätten.Der Wind war bis zu einer tüchtigen Kühlte angefrischt; nachWilders Berechnung hatte das Boot schon viele Seemeilen querdurch den Ocean znrückgelegt, und zwar gerades Weges nach dem