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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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sich das Bild des grausame», seiner harrenden Geschickes, ihremGeiste anfdrängte, »nd das Glutgefühl in ihrem jugendlichenHerzen ließ sie seine Selbstaufopferung sogar für etwas Verdienst-liches halten. Allein die Gouvernante sah aus dem EntschlüsseWilders neue Grunde zu Besorgnissen entspringen. Hatte sie vonAnfang an Widerwillen dagegen gesuhlt, sich und ihre PflegebefohleneeinerBande anznvertrauen, wie die war, welche jetzt die oberste Gewaltbesaß, so wurde derselbe jetzt mehr als verdoppelt durch den rauhenund lärmenhaften Ruf: zu eilen »nd unter ihnen Platz zu nehmen.

Wollte Gott, ich wußte, was ich wählen soll!" rief sie ans.O sprechen Sie, rathen Sie uns, junger Mann, wie Sie einerMutter und Schwester rathen wurden."

Wäre ich so glücklich, so nahe und theure Verwandte zu be-sitzen," erwiederte er mit Nachdruck,so sollte, in einer Stundewie der gegenwärtigen, Nichts ans der Welt uns trennen."

Ist denn Hoffnung für die auf dem Wrack Zurückbleibcnden?"

Nur geringe."

Und im Boot?"

Wilder machte beinahe eine minutenlange Panse. Noch einmalwendete er den Blick rund am glänzenden Horizont umher, undließ ihn besonders an der Himmelsgegend', nach der Richtung desfernen Festlandes zu, mit unendlicher Anstrengung forschend weilen.Kein Zeichen, das die wahrscheinliche Beschaffenheit des Wettersandenten konnte, entging seiner Beobachtung, während auf seinemsprechenden Gesicht alle die verschiedenen Bewegungen, die in sei-nem prüfende» Geiste auf einander folgten, deutlich zu lesen waren.

So wahr ich ein Mann bin, Madame," antwortete er innig,dessen Pflicht es ist, Ihrem Geschlecht rathend und schützend bei-zustehen, ich traue dem Wetter nicht. Ich glaube vielmehr, csist eben so wahrscheinlich, daß irgend ein vorüberscgelndes Schiff»ns erspäht und anfnimmt, als daß Die, welche sich in die Pinassewagen, je das Land erreichen."

Der rothe Seeräuber.

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