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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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zu Ihren Gunsten zu bewegen! Ich weiß nicht, warum ich anIhrem Wohl so sehr Theil nehme, unbegreiflicher, junger Mensch!doch die herbsten Leiden würde ich nicht scheuen, um nicht glau-ben zu muffen, daß Sie einem solchen Geschick unterlegen seien."

Halten Sie ein, theuerste Frau," sagte Wilder, indem er dieFortgehende bei der Hand hielt.Ich kann das Fahrzeug nichtverlassen."

Das wissen wir noch nicht. Die hartnäckigsten Naturenkönnen zum Nachgeben gebracht, ja, der Stumpfsinn, taub gegendie Stimme der Belehrung, kann endlich bewogen werden, derdes Flehens Gehör zu geben. Vielleicht gelingt cs mir."

Sie haben ein Gemiith zu überwinden, ein Urthcil zu über-zeugen, e i n Vorurtheil zu besiegen, über dasSie keine Gewalt haben."

Wessen?"

Mein eigenes."

Was haben Sie vor, Sir? Sie sind doch nicht schwach ge-nug, der Empfindlichkeit gegen solche Wesen zu gestatten, Sie zueiner wahnsinnigen Handlung hinznreißen?"

Habe ich das Ansehen eines Wahnsinnigen?" fragte Wilder.Das Gefühl, das mich leitet, kann irrig sein, allein es ist nuneinmal mit meinen Gewohnheiten, meinen Ansichten, ja ich darfwohl sagen mit meinen Grundsätzen, unzertrennlich verwebt. DieEhre ist es, die mir verbietet, ein Schiff, das ich befehlige, zuverlassen, so lange noch eine Planke davon schwimmt."

Was kann ein einzelner Arm in einer solchen Krise nützen?"

Nichts," antwortete er mit einem traurigen Lächeln.Ichmuß aber sterben, damit Andere, die in Zukunft nützlich sein können,ihre Pflicht, ihre ganze Pflicht erfüllen."

Tief, fast bis zum Entsetzen ergriffen, sahen sowohl MistreßWyllys als Gertraud in sein ruhiges Antlitz mit dem Flammenange.Die Erstere las in der Gelassenheit seiner Miene das Unwiderruflicheeiner Entscheidung. Die Letztere schauderte sichtbar zusammen, wie