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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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te» gehalten, sie blieben mithin von Allem, was sich unterdessenzngctragcn, vollkommen unnnterrichtet. In ihren Hängemattenvergraben, hatten sie wohl das Gebrüll der Winde, und das un-ablässige Anschlägen des Wassers gehört; allein eben diese gewöhn-lichen Begleiter eines Sturms hatten verhindert, daß sic das Kra-chen der abbrechenden Mastbäume', und die rauhe» Schreie derMatrosen vernahmen. Während der paar Momente entsetzlicherUngewißheit, wo das Bristoler Schiff ans der Seite lag, blitzte frei-lich im Gemsithe der erfahrenen Gouvernante eine Ahnung vondem wahren Zustand der Dinge ans, allein da sie fühlte, daß sicdoch nichts nützen könnte, und ihre minder erfahrene Reisegefähr-tin nicht entsetzen wollte, so gewann sie es über sich, zu schweigen.Die nun folgende Stille und verhiiltnißmäßige Ruhe verleitete sie,ihre Besorgnisse für unbegründet zu halten; so daß sie ebensowohlals Gertraud, lange ehe der Morgen anbrach, in einen süßen underfrischenden Schlummer versank. Beide waren endlich aufgestan-den und zusammen auf's Verdeck gestiegen, und noch in dem erstenAusbruch ihres Erstaunens über die Verheerung, die ihre Blicketraf, begriffen, als der geschilderte, lange vorher beschlossene An-griff der Matrosen auf Wilder stattfand.

Was bedeutet dieser entsetzliche Wechsel?" fragte MistreßWyllys mit zitternden Lippen und einer Wange, welche, trotz ihrerSelbstbeherrschung, von Todtenbläffe überzogen war.

Tiefe Glut in de» Augen, mit einer Stirn, finster wie dereben überstandene Sturm, antwortete Wilder, drohend den Armnach den Angreifenden ansstreckend:Meuterei bedeutet es, Ma-dame, niederträchtige, feigherzige Meuterei!"

Konnte Meuterei die Masten vom Schiffe wegscheeren, undeS als einen unbeholfenen Klotz auf der See lassen?"

Hören Sie, Madame!" unterbrach sie der rohe Gehilfe;mitIhne» will ich offen reden, denn Sie kamen an Bord der Caro-lina als ein ehrlich zahlender Passagier, und Jedermann weiß,