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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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wer Sie sind. Heute Nacht habe ich de» Himmel und die Seesich benehmen sehen, wie ich sie bisher niemals sich benehmen sah.Schiffe liefen vor dem Wind her, leicht und auftauchend wie Kork-pfröpfe, die Spieren fest und unbeweglich ausgereckt, da doch demnnsrige» jeder Mast so glatt weggeschoren wurde, wie Barthaardurch's Rasirmcsser. Auf Kreuzer ist man gestoßen, die einhcr-segelten, ohne daß lebendige Hände darauf gewesen wären, sie zuhandhabe»; kurz, kein Man» hier am Bord hat jemals so eineMittcrnachtswache erlebt, wie die vergangene."

Und was hat das mit dem heftigen Auftritt zu schaffen, vondem ich eben Zeuge war? Hat denn das Geschick jede Art vonUnfall über dieß Schiff verhängt! Können Sie mir Aufklärunggeben, Herr Wilder?"

Wenigstens können Sie nicht sagen, daß Sie ohne vorherge-hende Warnung vor Gefahr das Schiff betraten," erwiederte Wil-der mit einem bitter» Lächeln.

»Ja, ja," fing der Gehilfe wieder an,der Teufel selbst mußredlich sein, weil er dazu gezwungen ist, und seine Helfershelfer,die unter seinem Oberbefehl segeln, die haben, dem Himmel seiDank, weder Muth »och Gewalt, anders zu handeln, wie sehrsic auch Lust dazu fühlen. 'Sonst wäre eine friedliche Seereisein diesen unruhigen Zeiten eine solcbe Seltenheit, daß man nichtViele treffen würde, kühn genug, sich nm's liebe Brod auf's Wasserzu wagen. Ohne Warnung! nein, nein, das müssen wir Euchlassen, Ihr habt oft und offen genug gewarnt. Als Nicolas Ni-chols beim Eiuwinden des Ankers der Unfall traf die Warnunghätte der Kommissionär nicht übersehen sollen, denn es ist mirnoch niemals vorgckommen, daß so ein Zufall zu so einer Zeit,ohne das größte Unheil abgelaufen wäre. Dann hatten wir eineWarnung an dem Alten im Boot. Davon will ich gar nicht erstsprechen, daß es immer Unglück bringen muß, wenn man denLootscn mit Gewalt aus dem Schiffe schickt. Als wäre das Alles