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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
Entstehung
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die Wasser berührt, längs jenem Streifen nebeligen Lichtes, wosich die Wogen heben wie kleine Landhügel. Dort jetzt fälltdie Woge wieder, nnd mein Ange tänschte mich nicht. BeimHimmel! es ist ein Schiff!"

Ein Segel, ahoi!" rief eine Stimme ans dem Mastkorb, diein den Ohren nnsers Abenteurers wie das Kreische» eines bösenüber die See hinschwebenden Geistes tönte.

Wes; Weges?" wurde rasch gefragt.

Hier auf unserer Leeseite, Sir," schrie der Matrose oben,so laut er konnte.So viel ich erkenne, ist's dicht beim Windedas Schiff; eine ganze Stunde hat's mehr einem Nebel als einemSchiffe gleich gesehen."

Ja wohl, er hat recht," brummte Wilder vor sich hin;unddoch ist's seltsam, daß ein Schiff gerade dort sei» sollte."

Und warum seltsamer, als daß wir hier sind?" fragteFranWyllys.

Warum!" sagte der Jüngling, sie mit bewußtlosen Blickenanstarrend.Es ist seltsam, daß es dort steht. Wollte Gott,cs steuerte nordwärts."

Allein Sie erklären sich nicht. Sollen wir immer," fuhr siemit einem Lächeln fort,nur Warnungen von Ihnen bekommen,ohne Gründe? Halten Sie uns eines Grundes so ganz unwürdig,oder jedes Gedankens über Seegegenstände für unfähig? DerVersuch ist Ihnen nicht gelungen, und Sie sind zu rasch in ihremUrtheil. Stellen Sie uns einmal auf die Probe, vielleicht haltenwir uns besser, als Sie erwarten."

Wilder lächelte leise nnd machte eine Verbeugung, als wenner jetzt erst zur Besinnung käme, ließ sich aber ans keine Erklärungein, sondern richtete wieder den Blick nach der Seite des Meeres,wo das fremde Segel sein sollte. Die Damen folgten seinemBeispiel, doch immer mit demselben schlechten Erfolge. Gertrauddrückte ihren Verdruß darüber ans, und die weichen Töne derKlagenden fanden den Weg zum Gehör unseres Abenteurers.