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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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Alle, er selbst ausgenommen, schwebten. Schon war der Stener-mann im Begriff, seinem Matrosenstolz huldigend, das Steuerradwie vorher zu drehen, daß sie luvwärts vorbeikäme», und aller-dings war der Versuch jetzt nicht so gefährlich) allein er erhieltdie entgegengesetzte Weisung.

Bei der Leeseite des Sklavenhändlers vorbeigefahren, Herr!"sagte Wilder zu ihm mit gebieterischer Geberde, und ging dannselbst »ach der Gallerie der Luvseite, »m, wie jeder andere mnssigeZuschauer ans dem Verdeck, den Gegenstand, dem sie sich nun soschnell näherten, mit prüfendem Blick anznschaucn. Wie die Ca-rolina kühn sich nahte, den Wind gleichsam vor sich hertragend,war ans dem fremden Schiffe kein anderer Ton zu vernehmen,als das Geseufze des Windes durch das leise bewegte Tanwerk.Kein einziges menschliches Antlitz, nicht einmal ei» heimliches, neu-gieriges Auge, war zu erspähen. Die Vorüberfahrt war natürlichsehr rasch; nur eine Sekunde; und kaum lagen Vordertheile undSpiegel beider Schiffe parallel, da glaubte Wilder, der vermeint-liche Sklavenhändler würde thnn, als bemerkte er gar nicht, daßsie vorübersegelten, allein er irrte sich. Eine leichte, behende Ge-stalt, in der UnterNniform eines Flottenoffiziers, sprang ans denobern Theil des Spiegels und schwenkte die Mühe zum Gruß. Sobalddie blonden Locken das Gesicht des Grüßenden umwehten, erkannteWilder das feurige Auge und die sprechenden Gesichtszüge des Rover.

Glauben Sie, daß sich der Wind so halten wird, mein Herr?"rief dieser, so laut er konnte.

Wohl möglich, da er so steif angefangen hat."

Ein kluger Seemann würde seinen Ostwind ganz und beiZeit benutzen; mir riecht der Wind ziemlich westindisch."

Sie sind der Meinung, er wird sich mehr nach Süden drehen?"

Ja; doch die Segel nur straff beim Winde gehalten, so ge-winnt Ihr schon das Weite."

Jetzt war die Carolina vorüber, nnd jetzt wendete sie sich schon