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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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mit dem Winde, quer vor dem Sklavenhändler, wieder in ihr erstesKielwasser; da schwenkte die Gestalt auf dem Hackbord noch ein-mal die Muhe znm Lebewohl hoch in die Luft, und verschwand.

Ist es möglich, das; ein solcher Mann Handel mit menschlichenWesen treiben kann!" rief Gertraud ans, als beider Stimmen nichtmehr ertönten.

Da sie keine Antwort erhielt, drehte sie sich um, ihre Gefähr-tin anznsehen. Die Gouvernante stand da, wie ein Wesen imZustand der Verzückung. Ihre Angen blickten in das Leere, dennsie hatte» immer noch dieselbe Richtung, obgleich das Schiff sieschon längst zu weit getragen hatte, »m das Gesicht des Fremdennoch erreichen zu können. Gertraud faßte ihre Hand und wieder-holte die Frage, da kehrte ihr erst die Besinnung wieder, und mitder Hand über die Stirn hinfahrend, unstäten Blickes, und einLächeln erzwingend, sagte sie:

Liebe, wenn sich Schiffe begegnen, oder irgend ein Ereignis;znr See sich vor meinen Angen erneut, so beleben sich immermeine früheste» Erinnerungen. Gewiß, das war kein gewöhnlichesWesen, was sich endlich blicken ließ in dem Sklavenschiffe dort."

Ein höchst ungewöhnliches, in der That, für einen Sklaven-händler!"

Die Wyllys stützte ihr Haupt einen Augenblick ans die eineHand, und drehte sich dann um, Wilder zu suchen. Der jungeSeemann stand ihr nah, »nd prüfend ruhte sein Auge ans ihremGesichte, mit einer Theilnahmc, die fast eben so auffallend war,als ihre eigene gedankenvolle Miene.

Sagen Sic mir, junger Mann, ist jenes Individuum der Com-mandenr des Sklavenschiffes?"

Das ist er."

Sie kennen ihn?"

Wir begegneten schon einander."

Und er heißt?"