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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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an ihre Arbeit. Jedoch konnten die verwnnderten Matrosen selbstbeim Aufziehen der Segel, nm den Wind cinznladen, ihre Neu-gierde nicht nnterdrncken, und richteten an Die, welche in der Schutegewesen waren, mannigfaltige Fragen, wofür sie gar feierliche Ant-worten erhielten. Während dessen wendete sich Wilder zu MistreßWyllys, die seinem kurzen Gespräch mit dem Maat zngehört hatte.

Sie sehen, Madame," sagte er, daß wir unsre Reise nichtohne bedeutsame Vorzeichen antreten."

Wenn Sie, räthselhaftcr Mensch, mir mit jener Ihnen ofteigenen aufrichtigen Miene darznthnn suchen, daß wir nicht weisehandeln, uns der See anzuvertranen, so bin ich fast geneigt, IhrenWorten Glauben beiznmcssen; allein der Versuch, die Zauberei inIhr Interesse zu ziehen, um Ihrer Znmuthnng Eingang zu ver-schaffen, kan» nur die entgegengesetzte Wirkung haben."

Anker gelichtet!" schrie Wilder mit einem Blick, der seinenReisegefährtinnen zu sagen schien: ,Wenn ihr denn so kühnenMnthes seid, an Gelegenheit, ihn zu zeigen, soll es euch nichtfehlen'.Heda, Mannschaft, an's Gangspill! wir wollen nocheinmal versuchen, mit dem Winde in die freie See zu kommen,so lange es noch hell ist."

Nun has Geklapper der Handspeichcn, nun der Gesang derMatrosen, wie sie sich, schweren, abgemessenen Trittes um dasGangspill drehten. So wurde die Eisenwncht in ein paar Minutendem Boden entrissen, und das Schiff zum zweiten Mal von denBanden, die es festhiclten, entfesselt.

Der Wind kam bald frisch vom Meere her, klamm und mitsalzigen Theilen des Elementes geschwängert. So wie er in dieschwellenden, gleichmäßig ansgcbreitcten Segel fiel, beugte sichdas Schiff tief vor dem willkommenen Gast, und als es sich ebenso zierlich wieder erhob, ertönte in dem Labyrinth des Tanwerksdas Spiel des Windes, die lieblichste Musik für Matrosenohren.Die willkommenen Töne und die Frische der ganz eigenthümlichen