„Das kann freilich nicht anders sein, da er mit dem Tenfelverwandt ist."
„Ich getrane mir zwar nicht zn sagen, daß es so arg mit ihmstehe, wie Sie zu glauben scheinen, wenn ich auch eben nicht vielUrsache habe, zn denken, er besitze so viel überflüssige Ehrlichkeit,daß er einiges davon über Bord werfen könnte. Was ist ans ihmgeworden?"
„Das ist leicht gefragt, aber schwer zn beantworten. Erstlichkniff der alte Grankopf sein Schiffchen vorwärts, daß cs Euch aus-sah, als schwamm' es in der Luft. Wir waren nicht eine Minute,höchstens zwei, hinter ihm; als wir aber das Sklavenschiff um-segelt hatten, waren Boot und Bootsmann verschwunden!"
„Sehr natürlich, er steuerte dicht an der Schiffsseite herum,während Ihr bei dem Spiegel vorbeikreuztet."
„Sic haben ihn also gesehen?"
„Ich gestehe, nein."
„Das konnte er nicht, mein Herr, wir ruderten weit genugvom Schiffe ab, um nach beiden Seiten Hinsehen zn können; über-dies! wußten die Leute ans dem Sklavenhändler nichts von ihm."
„Saht Ihr die Mannschaft des Sklavenschiffs?"
„Ich hätte sagen sollen, der Mann darauf; denn dem Anscheinenach ist nur Einer am Bord."
„Und wie war der beschäftigt!"
„Er saß ans einem der Wandtane, und schien eben vom Schlafeanfznwachen. Es ist ein träges Schiff, Herr, das sich von seinemEigenthümcr wahrscheinlich mehr geben läßt, als es verdient!"
„Kannsein. Gut, laßt ihn laufen, den Spitzbuben. MasterEaring, es scheint, ein Seewind im Anzüge, mir wollen doch unsreBramsegel wieder anfziehen, damit er uns zum Empfang bereitfinde. Noch gebe ich die Hoffnung nicht ans, so weit zn kommen,daß wir die Sonne im Meere untergehen sehen."
Die Schiffsgehilfen und übrige Mannschaft gingen nun munter