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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
Entstehung
Seite
222
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Ich glaube nicht, Madame."

In dieser ganzen angenommenen Ruhe ist ein Etwas, wasEinen wohl verleiten könnte, den ärgsten Verdacht von dem Trei-ben dieses Schiffes zu fassen. Weis; man, ob welche von derMannschaft desselben mit der Stadt verkehrten, während es dortvor Anker lag?"

»Ja."

Ich habe mir sagen lassen, das; falsche Flaggen von der Kiistegesehen, und das; im letzten Sommer Schiffe geplündert, und ihreMannschaft und Passagiere mißhandelt wurden. Man glaubt sogar,der berühmte Rover sei seiner Exzesse in der spanischen Sec müdegeworden: man hält ein Schiff, welches vor Kurzem in der carai-bischen See gesehen wurde, für den Kreuzer jenes verzweifeltenFreibeuters."

Wilder erwiederte nichts hierauf. Er hatte bis jetzt die Spre-chende fest, obgleich ehrerbietig angesehen, allein nun ließ er denBlick auf's Verdeck sinken, und schien ruhig zu warten, bis es ihrgefallen wurde, ihre Rede fortznsetzen. Die Gouvernante sanneine Sekunde, und mit verändertem Ausdruck im Gesichte, welcherzu erkennen gab, das; ihre Vcrmnthung von der Wahrheit doch zuleicht war, um sich ohne weitere Bestätigung in ihr festznsetzen,fuhr sie fort:

Genau genommen ist das Geschäft eines Sklavenhändlersarg genug, und unglücklicherweise jenem Schiffe nur zu ähnlich,um demselben einen noch schlimmern Charakter bciznlegen.Könnteich doch den Grund Ihrer befremdenden Behauptungen erfahren,Herr Wilder?"

Ich bin nicht im Stande, ihn deutlich zu machen, Madamegwenn mein Wesen Sie nicht überzeugt, so schlagen meine Absichten,die wenigstens das Verdienst der Aufrichtigkeit haben, durchaus fehl."

Ist denn das Wagnis; durch Ihre Gegenwart nicht verringert?"

Verringert wohl, aber immer ein Wagnis;."