seinen weiblichen Passagieren nnd dem Schiffe theilte, nun ganz derLeitung des Letzteren zugewandt wurde. Kaum indessen hatte ersein Fahrzeug, ans eine Zeitlang wenigstens, in Sicherheit gebracht,kaum waren seine Besorgnisse eines bevorstehenden, heftigen Auf-trittes beschwichtigt, so fand er auch schon Muße zu seiner früher»,obgleich (für einen so ansgemachten Seefahrer) kaum angenehme-ren Beschäftigung. Der glückliche Erfolg seines schwierigen Ma-növers gab seinem Antlitze eine Glut, wie nach einem errungenenTriumph; nnd als er sich der Frau Wyllys nnd Gertraud näherte,verrieth sein Schritt denjenigen Stolz, welchen das Bewußtseindem Manne gibt, wenn er sich durch Anwendung von großer Sach-kenntniß aus einer bedenklichen Lage zu ziehen verstand. Wenigstenslas die Erstere der beiden Damen alles Dieses in seinem flam-menden Auge, in seiner triumphircnden Miene; möglich, daß dieLetztere geneigt war, seine inneren Regungen nachsichtiger zu be-lirtheilen. Von den geheimen Gründen seines Frohlockens ahntewahrscheinlich weder die Eine noch die Andere das Geringste; undes ist wohl möglich, daß ein weit edleres Gefühl, als was Beidevermnthen konnten, ans seine freudige Stimmung Einfluß hatte.
Dem mag aber sein, wie ihm wolle, sobald Wilder sah, daßdie Carolina ruhig vor ihrem Anker spielte, mithin seine Dienstenicht unmittelbar vonnöthen waren, so suchte er Gelegenheit, einGespräch wieder anzuknüpfen, welches bisher, wegen der vielenUnterbrechungen noch immer arm an Gehalt bleiben mußte. MistreßWyllys war lange unverrückten Blickes im Anschanen des fremdenSchiffes versunken; erst als der junge Seemann ihr ganz nahestand, wandte sie von dem regungslosen nnd schweigsamen Gegen-stand das Auge auf ihn und begann das Gespräch:
„Das Schiff dort," rief sie mit einem Tone des Erstaunens,„muß eine außerordentliche, oder eine der Empfindung unfähigeMannschaft in sich schließen. Man wäre leicht versucht, es fürein gespenstiges Schiff zu halten, wenn es dergleichen gäbe."