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wurde ein anderes flacher dem Winde zngckehrt; bald sah mandie leichteren Segeltuchen flattern, bald waren sie wie ei» durchsich-tiger Nebel, der plötzlich von der Sonne zerstreut wird, wiederverschwunden. Gebieterisch und doch rnhig erklang die StimmeWilders wahrend der ganzen Scene. Das Schiff selber schieneinem belebten Wesen gleich, sich bewusst, das; sein Schicksal nunanderen und geschickteren Händen, als vorher, anvertrant sei. Ge-horsam der neuen Wendung rollte dies; nnermesstichc Gewölk vonLeinwand mit seinem ganzen hohe» Wald von Spieren und Tau-werk zuerst hin nnd her; bald aber mar die bisherige Unthätigkeitdes Schiffes überwunden, nnd dem Drucke nachgebend, trat es denbeabsichtigten Rückweg an.
Während der ganzen Zeit, die erforderlich war, um die Caro-lina ans ihrer mißlichen Stellung zu bringen, war Wilders Auf-merksamkeit zwischen seinem eigenen Schiffe nnd seinem räthsclhaftenNachbar getheilt, dessen imposante, todtenähnlichc Stille auch nichtdurch einen Laut unterbrochen wurde. Kein Menschenantliy, jakein einziges lauerndes Auge konnte man in irgend einem der zahl-reichen Zuglöcher entdecken, dnrcü welche die Mannschaft eines be-waffneten Schiffs ans die See blicken kann. Der Matrose obenans der Raae setzte seine Arbeit fort, wie Einer, für den alleGegenstände außer ihm so gut wie nicht da sind. Jedoch inachtedas Schiff langsam nnd fast nnbemerklich eine Bewegung, welcheder trägen Wendung eines schlafenden Wallfisches ähnlich, mehrdie Folge bewußtloser Willkür, als einer durch Menschenhändebewirkten Thätigkcit zu sein schien.
Aber nicht die geringste dieser Veränderungen entging der schar-fen nnd kennermäßigen Prüfung Wilders. Er sah, wie sich dieSeite des Sklavenschiffes nach nnd nach, so wie sich sein Schiffznrückznziehen begann, demselben znkehrte. Unaufhörlich klafftendie Kanonenrachen des fremden Schiffes ans das seinige, so wiedas Auge des lauernden Tigers die Bewegungen seines Opfers