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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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entfernt wäre, wo er fast. Wilders Lippen bewegten fleh, ob ansinnerem Unmnth, ob ans Frende, war nicht zu erkennen, denn ei»höchst zweideutiges Lächeln hellte seine Geflchtszüge auf, als er inder vorherigen tiefen gebieterischen Stimme fortfnhr:Legt alleSegel statt gegen die Masten, vorne und hinten!"

Ja wohl!" wiederholte der Lootfe wie ein Echo,Alles stattgegen die Masten."

Ist keine Schlnpe am Bord des Schiffes?" fragte nufer Aben-teurer. Ein Dnhend Stimmen antwortete bejahend.Weifet jene»Lootfen dort hinein."

Dieß ist eine gesetzwidrige Ordre," schrie dieser,und ichverbiete es, irgend einem Kommando, außer dem meinigen, zugehorchen."

Werft ihn hinein!" wiederholte Wilder strenge.

Bei dem Geklatter, welches das Umbrasfen der Raaen verur-sachte, erregte der Widerstand des Lootfen wenig oder gar kein be-sonderes Aufsehen. Die nervigen Arme zweier Matrose» hobenihn, trotz seines Sträubens, welches sich in den sonderbarsten Be-wegungen seiner Glieder äußerte, leicht in die Höhe, und warfenihn dann uns Boot mit eben so wenig Umständen, als wäre erein Klotz gewesen. Das andere Ende der Fangleine wurde ihmnachgeworfen, und so überließ man den besiegten Wegweiser höchstgleichgültig seinen eigenen erbaulichen Betrachtungen.

Inzwischen war der Befehl Wilders ausgcführt; die ungeheu-ren Segeltücher, welche noch vor einem Augenblick theils in derLuft flatterten, theils sich bald ein- bald auswärts füllten, preßtennun alle gegen ihre respektive» Masten, und nöthigten das Schiff,seinen irrthümlich genommenen Weg wieder znrückzumessen. DasManöver war von der Art, daß nur die nngetheilteste Aufmerksamkeitund eine, selbst das Geringfügigste berücksichtigende Pünktlichkeites glücklich ausführen konnte. Allein der junge Befehlshaber warseiner Aufgabe ganz gewachsen. Hier hob sich ein Segel; dort